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Auch in Altena? IG Metall kündigt Warnstreiks im MK an

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Von: Kerstin Zacharias

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Die IG Metall kündigt Warnstreiks im Märkischen Kreis an.
Die IG Metall kündigt Warnstreiks im Märkischen Kreis an. © Foto: dpa

Auch in Altena könnten Arbeitnehmer in dieser Woche ihre Arbeit niederlegen. Die IG Metall im Märkischen Kreis hat Warnstreiks angekündigt, nachdem auch die letzte Verhandlungsrunde in der Metall- und Elektroindustrie zwischen der IG Metall und den Arbeitgeberverbänden zu keinem Ergebnis geführt hat.

Damit konnte innerhalb der Friedenspflicht, die in der Nacht zu Samstag endete, kein neuer Entgelt-Tarifvertrag abgeschlossen werden.

„Wir haben in den letzten Wochen vielfach von Arbeitgebern gehört, dass sie ihre gestiegenen Produktionskosten vielfach an die Kunden weitergeben konnten. Gleichzeitig tun sie alles dafür, dass die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ihre gestiegenen Kosten an der Zapfsäule, im Supermarkt oder beim Energieverbrauch nicht weitergeben können“, wird Torsten Kasubke, Erster Bevollmächtigter der IG Metall Märkischer Kreis, in einer Pressemitteilung der Gewerkschaft zitiert. „Deswegen werden wir mit dem Ende der Friedenspflicht für unsere Forderung nach einer Entgelterhöhung um 8 Prozent in der Metall- und Elektroindustrie zu Warnstreiks aufrufen.“

Warnstreiks im Kreisgebiet

Für das gesamte Kreisgebiet rechnet die IG Metall mit mehreren Tausend Beschäftigten, die ihre Arbeit für Warnstreiks zunächst kurzzeitig niederlegen werden – unter anderem in Altena.

„In Zeiten wie diesen, in denen Beschäftigte auf jeden Cent achten, wird in Verhandlungen sogar gefordert, auf Teile des Weihnachtsgeldes zu verzichten. Das ist mit uns nicht zu machen. Wir werden mit unseren Mitgliedern notfalls in mehreren Wellen für eine Entgelterhöhung kämpfen. Notfalls werden wir das auch mit 24-Stunden-Streiks klarmachen. Wir sind vorbereitet“, so Kasubke. „Wir werden im Rahmen unserer Warnstreiks klarmachen, dass wir von Unternehmen und Politik gleichermaßen erwarten, dass sie das Rückgrat unserer Gesellschaft, das sind Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer nämlich, stärker unterstützen müssen. Dazu gehören Entgelterhöhungen und Entlastungen, damit die Beschäftigten keinen Reallohnverlust erleiden müssen.

Beschäftigte sollen für Einsatz belohnt werden

Fabian Ferber, Zweiter Bevollmächtigter der IG Metall Märkischer Kreis, betont, dass die Beschäftigten seit Beginn der Corona-Pandemie einen riesigen Vertrauensvorschuss gegeben hätten. „Sie sind in Kurzarbeit gegangen, Erhöhungen der Monatsgehälter hat es in den vergangenen Jahren nicht gegeben. Damit konnten die Unternehmen gut arbeiten. Nun sei es an der Zeit, den Lohn für den Einsatz in den Krisenjahren zu erhalten.

„In vielen anderen Branchen hat es in den letzten Jahren positive Entwicklungen gegeben. Gleichzeitig beklagen sich die Arbeitgeber in der Metall- und Elektroindustrie vielfach über einen Arbeitskräftemangel. Das beste Mittel dagegen ist eine angemessene Bezahlung.“

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