SDA will mit bis zu vier Leuten in den neuen Rat

+
Auch jüngere Menschen interessieren sich für eine Mitarbeit in der Kommunalpolitik. ▪

ALTENA ▪ „Wir suchen Mitglieder, die den Mund aufmachen, der CDU argumentativ Widerstand leisten können und genügend Standing haben“, so lauten die Vorstellungen von Ulrich Biroth. Gemeinsam mit Yakup Tekin hatte er am Donnerstagabend in den „Blauen Salon“ der Burg Holtzbrinck eingeladen, um über die SDA, die „Soziale demokratische Alternative“ zu informieren und Mitstreiter zu werben.

Immerhin waren sieben Altenaer der Einladung gefolgt, weitere Interessenten, die ihre Bereitschaft mitzumachen bereits ausgesprochen hatten, konnten aus Zeitgründen nicht teilnehmen. „Die Altenaer können über alles meckern, auch auf Facebook. Wer etwas verändern will, muss sich aber auch einbringen“, forderte Biroth seine Mitbürger auf.

Zunächst stellten sich die „Macher“ der „Mini-Fraktion“ vor, beides ehemalige SPD-Mitglieder. Man fühle sich weiterhin den Ideen der „alten“ SPD verbunden, erklärten Biroth und Tekin. Allerdings wolle man offen miteinander kommunizieren, fair miteinander umgehen und es dürften nicht die persönlichen Interessen oder Sympathien im Vordergrund stehen: „Wir wollen Politik machen für Altena, die Interessen der Bürger vertreten, ohne eine Landespartei im Nacken. Wir haben daher relativ freie Hand.“

Tekin und Biroth berichteten von ihren Erfahrungen in der Kommunalpolitik, von Rats- und Ausschusssitzungen und beantworteten Fragen der Anwesenden. Hartmut Westphal und Hans Dickel haben bereits selber Erfahrungen auf kommunaler Ebene gemacht, waren ebenfalls früher Mitglieder der SPD. Christopher Rosenbaum dagegen hat erst kürzlich „kommunalpolitische Luft geschnuppert“. Der Nettenscheider ist durch seine Bemühungen, die Schließung des Kindergartens in diesem Ortsteil zu verhindern, in Kontakt mit allen im Rat vertretenen Parteien gekommen. Auf der kommunalpolitischen Schiene etwas mitentscheiden zu wollen, mit gutem Gewissen für die Bürger ist seine Motivation.

Biroths Vorstellungen sind, mit drei bis vier Mitgliedern der SDA in den Rat zu kommen. Das sei durchaus realistisch. Man wolle möglichst für jeden der 16 Wahlbezirke einen Kandidaten aufstellen und von den 14000 Wahlberechtigten mindestens fünf bis zehn Prozent der Stimmen erhalten. Tekin setzt dabei auch auf die Unterstützung der circa 400 wahlberechtigten türkischstämmigen Wähler. In den nächsten Monaten wird es weitere Treffen geben, in den Wahlbezirken soll verstärkt geworben werden. ▪ sis

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare