Atomkraft: Kirche sucht nach Positionen

ALTENA ▪ Seit dem Atomunfall im japanischen Fukushima ist die Meinung über die Atomkraft in Deutschland unübersichtlich geworden: Einstige Befürworter, die erst kürzlich längere Restlaufzeiten beschlossen haben, beeilen sich, ihre Entscheidungen zu überdenken.

Die großen Stromkonzerne reden schon der Verteuerung von Energie das Wort, ohne dass es konkrete politische Weichenstellungen gibt. Es ist nicht klar, was in Japan tatsächlich passiert ist. Mitten in die gesellschaftliche Debatte hinein jährt sich der Reaktorunfall in Tschernobyl zum 25. Mal. Passend zu diesem Gedenktag lädt die Evangelische Kirchengemeinde für Dienstag, 26. April, um 19.30 Uhr zu einem aktuellen Gesprächsabend „Gott und die Welt“ ins Lutherhaus ein. Zu Gast wird der Theologie Dr. Heinrich Vokkert (Gronau) sein. Er wird als ehemaliger Umweltreferent der EKD und der Evangelischen Kirche von Westfalen die kirchlichen Positionen zur Atomkraft vorstellen, die in der Zeit zwischen Tschernobyl und Fukushima entstanden: Was kann aus sozialethischer und theologischer Sicht gesagt werden und welche Schlüsse für eine zukünftige Energiepolitik sollten gezogen werden? Was ist technisch verantwortbar und möglich, um die womöglich größte technische und industriepolitische Wende in der Geschichte der Bundesrepublik einzuleiten?

Zu diesem Abend sind alle Interessierten eingeladen. Es moderiert Pfarrer Dr. Dietmar Kehlbreier.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare