Nach Dura geht’s für die Altenaer Wehr direkt weiter

In den Hanglagen braucht es jede Menge Schlauchmaterial, um die Brände zuverlässig löschen zu können.

Altena -  Nutzlos stehen sie nicht da, die entkernten Häuser der Altenaer Baugesellschaft an der Wilhelmstraße. Gestern nutzte die Löschgruppe Rosmart sie zu einer Löschübung inklusive Rettung einer verletzten Person.

Diesmal war es ein Katalytofen, der im Szenario der Einheitsführung in Brand geraten war. In solch einem Fall heißt es, nicht nur die Personenrettung so schnell wie möglich voranzutreiben, sondern auch die Gasflaschen aus dem Brandgebiet rauszuholen.

Wie im echten Brandfall war die Erdgeschosswohnung ordentlich vernebelt worden. Atemschutzträger drangen in das Gebäude ein, draußen lief die Überwachung der Einsatzzeiten, denn die Helfer hinter den Atemmasken dürfen nicht länger als 20 Minuten unter diesen Bedingungen atmen.

In bewohnten Gebäuden kommt noch der Umstand hinzu, dass das Mobiliar der Bewohner unsichtbar im Weg steht bei starker Rauchentwicklung. Wie schwierig es ist, sich unter diesen Bedingungen den Weg zu bahnen und aus dem Rauch heraus auch noch eine bewegungslose Person zu retten, das zeigt sich besonders, wenn die Rettungspuppe zum Einsatz kommt. Die sieht winzig und unscheinbar aus, wiegt aber stolze 60 Kilo und verdeutlicht bei Übungen, dass ein bewegungsloser Mensch ohne eigene Körperspannung äußerst schwierig zu packen und zu tragen ist.

Die 25 Einsatzkräfte meisterten ihre Aufgabe aber ganz vorzüglich. Innerhalb einer Stunde war der komplette Einsatz beendet. Als einziger negativer Punkt wurde das zum Teil wieder respektlose Verhalten von Verkehrsteilnehmern angemerkt, die ohne abzubremsen durch das Übungsgelände hindurchfuhren. Im Ernstfall können Einsatzkräfte behindert werden - mangelnder Respekt vor Helfern wird immer häufiger beklagt.

Richtig gut gelaufen, das betont Wehrleiter Alexander Grass, ist der Einsatz der Altenaer Feuerwehr beim Brand des Automobilzulieferers Dura in Plettenberg. Den Kollegen der Feuerwehr Plettenberg eilte in der Nacht zu Samstag der Löschzug 1 (Löschgruppen Freiheit, Mühlendorf, Knerling) zu Hilfe. Von 2.30 bis 8.30 Uhr waren die Altenaer damit beschäftigt, über einen Gelenkmast ein Dachstuhlfeuer zu bekämpfen und mehrere Kleinbrände zu löschen. Die Zusammenarbeit mit den Feuerwehren Halver und Balve lief super, wie Grass betont. Nach einer Teambesprechung konnte am Morgen wieder an die Plettenberger übergeben werden.

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