Artillerie-Granaten im Bachbett der Nette

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Uwe Pawlowski vom Kampfmittelräumdienst zeigt den brisanten Fund. Die Granate hat ein bKaliber von 7,5 Zentimetern und war noch scharf, als sie entdeckt wurde. -

ALTENA - Auf dem Gelände der Firma Nedschroef in der Nette ist am Dienstag Artilleriemunition aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden worden.

Dort ist eine Baufirma damit beschäftigt, ein Abrissgelände so aufzuarbeiten, dass nach einer Niveauangleichung der Firmenparkplatz erweitert kann. Dazu muss zunächst das Bachbett der Nette etwas ausgebaggert und anschließend mit einem so genannten Kastenprofil neu verrohrt werden – aus diesem Grund war ein Bagger angerückt. Dessen Führer staunte nicht schlecht, als es in einer Menge Steinen und Geröll den gefährlichen Gegenstand erkannte. Der Mann war außerdem vorgewarnt: Erst in der letzten Woche hatte er auf der gleichen Baustelle eine erste Granate gefunden.

Polizei und Ordnungsamt wurden verständigt und rückten aus, um das Gelände zunächst einmal abzusperren. Da die Granaten nicht in unmittelbarer Nähe der Westiger Straße gefunden worden waren, reichte dies als Sicherungsmaßnahme zunächst aus. Nach einer ersten Sondierung der Lage rief das Ordnungsamt den Kampfmittelräumdienst Westfalen-Lippe.

Die aus Münster angerückten Fachleute erkannten schnell, was da in der Baggerschaufel gelegen hatte: Eine fast vier Kilogramm schwere Sprenggranate vom Kaliber 7,5 Zentimeter. „Das war Artilleriemunition“, berichtet Uwe Pawlowski. So ein Fund habe durchaus Brisanz, weiß der Feuerwerker: „Der Zünder ist noch drauf.“ Die Granate nahm er mit, um sie unschädlich machen zu lassen. Gegen 15.30 Uhr rückten die Kampfmittelräumer wieder ab.

Die Bauarbeiten auf dem Nedschroef-Gelände konnten fortgesetzt werden. Der Baggerfahrer wurde jedoch aufgefordert, besonders vorsichtig zu sein. - tk

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