Aufregendes Auslandsjahr in der Kita am Knerling

Alexia Relling kehrt nach Argentinien zurück

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Hilfestellung an der Weltkarte: Die Distanz zu Rellings Heimat ist für die Kinder kaum zu fassen.

Altena – Auf ihre Rückkehr in die Heimat blickt Alexia Relling mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Für ein Jahr war die Argentinierin im Rahmen eines kirchlichen Austauschprogramms in Altena.

Nachmittags arbeitete sie in der evangelischen Kirchengemeinde, vormittags im evangelischen Kindergarten am Knerling. Am Donnerstag fliegt sie dann wieder zurück. Sie freut sich zwar auf ihre Familie – der Abschied aus der Burgstadt fällt ihr aber dennoch schwer. 

Alexia Relling stammt aus Córdoba, der zweitgrößten Stadt in Argentinien. Fast 1 ,4 Millionen Menschen leben in der Metropole, die in der Mitte des Landes liegt. Insofern war die Umgewöhnung für die 19-Jährige nicht gerade einfach. Von der Großstadt ins Sauerland – und das ohne richtige Deutschkenntnisse. 

"Werde Deutschland sehr vermissen“

Heute kennt sie sich hier bestens aus. Deutsch spricht sie mit leichtem Akzent. Altena kennt sie inzwischen wie ihre eigene Westentasche. „Ich werde Deutschland sehr vermissen“, sagt Relling. Denn auch wenn sie Schwierigkeiten hatte sich einzugewöhnen, ist ihr die Stadt mit der Zeit ans Herz gewachsen. 

Besonders gewöhnungsbedürftig war für sie zum Beispiel das Schützenfest, auf dem sie nicht schlecht staunte: Das Schützenfest war der Wahnsinn. Die Stimmung da war einfach unglaublich. Es wurde so extrem viel Bier getrunken“, sagt sie und lacht. 

Außerdem gewöhnungsbedürftig war für sie – als sie vor rund einem Jahr ankam – das Klima: Von 40 Grad in ihrer Heimatstadt auf minus zehn Grad. Wenig Schwierigkeiten bereitete ihr hingegen die heimische Küche. Zu ihren Lieblingsgerichten zählt Nudelsalat, außerdem schmeckte ihr in Deutschland vor allem das Bier am besten. 

Unter den Kindern sehr beliebt

Wenn sie wieder zuhause ist, möchte sie gerne Erziehungswissenschaften studieren. Die Arbeit mit Kindern hat sie unter anderem auch in Altena zu schätzen gelernt. Laut Inge Harneid, Leiterin des evangelischen Kindergartens am Knerling, ist das eine gute Entscheidung: „Sie hat uns hier sehr geholfen. Wir hatten sie sehr gerne bei uns. Die Zeit ging aber viel zu schnell rum.“ 

Am Dienstag hat Relling nämlich im Kindergarten ihren letzten Tag. Es ist nicht ausgeschlossen, dass dann ein paar Tränen kullern werden, denn unter den Kindern ist sie laut Harneid sehr beliebt. Besuchen will sie Altena auf jeden Fall noch einmal, auch wenn es für sie sehr teuer ist: „Spätestens zum nächsten Schützenfest. So viel steht fest.

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