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„Unsere wunderbaren Jahre“: Peter Prange spielt selbst in Film mit

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Von: Georg Dickopf

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Der Autor und das Buch: Peter Prange und „Unsere wunderbaren Jahre“.
Der aus Altena stammende Peter Prange wurde in einem Bericht über das Düsseldorfer Start-up Roatel mit seinem Cousin aus Wuppertal verwechselt. Der Schriftsteller nahm es mit Humor.  © Markus Klümper

Peter Prange, Schriftsteller aus Altena, wurde mit seinem Cousin und Start-up-Investor bei einem Bericht in der Welt verwechselt. Der Autor nimmt es mit Humor.

Altena/Plettenberg – Was haben zum Hotel umgebaute Frachtcontainer und der aus Altena stammende Schriftsteller Peter Prange gemeinsam? Wenn man einem Bericht in der Welt Glauben schenkt, eine ganze Menge. Auf welt.de wurde vor wenigen Tagen über das Düsseldorfer Start-up mit dem Namen Roatel berichtet. Der Name setzt sich aus Road und Hotel zusammen. Das Start-up Roatel soll Lkw-Fahrern eine bequemere Übernachtungsalternative bieten. Dazu werden Frachtcontainer in Mini-Hotels umgebaut, die dann an Rastplätzen und Tankstellen stehen.

Da es Fernfahrern vor zwei Jahren im Zuge einer EU-Reform verboten wurde, mehr als fünf Nächte am Stück in den Lkw-Kabinen zu schlafen, versprechen sich die Start-up-Gründer Ralf Peter Kals, Christian Theisen und Martin Swart viel von ihrer Idee. Die jeweils rund acht Quadratmeter großen Zimmer – vier pro Container – verfügen über ein Bett, eine Sitzbank, eine Garderobe sowie ein Badezimmer. Zusätzlich gibt es Fenster, eine Klimaanlage, W-Lan und einen TV-Fernseher. Die Buchung erfolgt im Internet oder per App und kostet knapp 50 Euro pro Übernachtung.

Mit Humor: Autor Peter Prange mit Cousin verwechselt

Laut dem Welt-Artikel flossen rund zwei Millionen Euro in das Projekt. Zu den weiteren Investoren des Roatel-Projektes gehörte dem Ursprungsbericht zufolge der aus Altena stammende Schriftsteller Peter Prange.

Darauf angesprochen, reagierte Prange amüsiert: „Das ist eine Verwechslung und nicht das erste Mal passiert.“ Bei dem Investor handele es sich um seinen Cousin Peter Prange, sagte der gebürtige Altenaer. Der Artikel wurde diesbezüglich mittlerweile geändert. Sein Cousin sei früheres Mitglied der Geschäftsführung der in Wuppertal ansässigen Kette Schuhhaus Klauser gewesen, zu der auch Salamander Deutschland zähle. Nach seinem Ausstieg dort habe sein Cousin offenbar andere Investitionsmöglichkeiten gesucht.

„Wenn ich so viel Geld hätte, würde ich es wahrscheinlich anders anlegen“, scherzte Prange. Ob er damit auch die Zuwegung zur Burg Altena optimiert hätte, ließ er offen, gestand aber ein, dass es ihn sehr traurig gestimmt habe, dass die Buchverfilmung „Unsere wunderbaren Jahre“ mit den Schauspielern Anna Maria Mühe, Katja Riemann und Thomas Sarbacher nicht an Originalschauplätzen in Altena gedreht wurde. Insbesondere die Zuwegung zur Burg Altena sei für den aufwendigen Mehrteiler ungeeignet gewesen.

„Unsere wunderbaren Jahre“: Peter Prange spielt selbst in Film mit

„Ich freue mich sehr, dass die Dreharbeiten für die zweite Staffel Ende März beginnen. Leider wieder nicht auf der Burg Altena“, bedauerte Prange im Gespräch mit unserer Zeitung. Stattdessen werde auf Schloss Burg in Solingen gedreht, die auch schon in den ersten Folgen das für das Filmteam besser geeignete „Double“ für die Burg Altena war.

Der Schriftsteller, dessen Buch „Das Bernstein Amulett“ im Jahr 2004 die erste erfolgreiche Verfilmung in der ARD war, durfte bereits einen Blick in die von Mira Thiel verfassten Drehbücher des neuen Mehrteilers werfen und zeigte sich zufrieden. „Ich werde auch wieder in einer Minirolle selbst mitwirken“, freut sich der heute in Tübingen lebende Altenaer auf den Drehstart des Mehrteilers „Unsere wunderbaren Jahre“.

Deutlich mehr Einfluss dürfte Prange bei zukünftigen Buchverfilmungen haben, denn zusammen mit seinem Vetter Otto Prange aus Plettenberg gründete er die Produktionsgesellschaft „Fette Fettern Films“ mit Sitz in Plettenberg.

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