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Arbeitsmarkt: Herbstbelebung bleibt in Altena aus

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Von: Markus Wilczek

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Agentur für Arbeit
Den Weg zum Arbeitsamt mussten in Altena im Oktober wieder mehr Menschen auf sich nehmen. © Hendrik Schmidt/dpa (Symbolbild)

In Altena ist die Herbstbelebung auf dem Arbeitsmarkt im Oktober weitgehend ausgeblieben: Die Arbeitslosigkeit ist – anders als kreisweit – sogar leicht angestiegen.

So vermeldet die heimische Agentur für Arbeit Iserlohn, dass im Oktober in der Burgstadt 615 Personen ohne Job waren.

Verglichen mit den Zahlen des Vormonats sind dies 23 Personen (+3,9 Prozent) mehr. Im Vergleich zum Oktober des Vorjahres sank die Zahl der Arbeitslosen allerdings minimal um acht Personen (-1,3 Prozent). Damals waren 623 Altenaer ohne Job. Die Arbeitslosenquote für den Agenturbezirk Altena, der neben der Burgstadt noch Nachrodt-Wiblingwerde umfasst, liegt aktuell bei 6,2 Prozent (Oktober 2021: 6,3 Prozent). Im Vergleich der MK-Agenturbezirke liegt Altena damit weiterhin im Mittelfeld. Mit 5,1 Prozent die geringste Arbeitslosenquote weist Menden aus. Am Ende des Rankings landen neben Werdohl (7,0 Prozent) mit Lüdenscheid und Iserlohn die beiden größten Städte des Märkischen Kreises (jeweils 7,1 Prozent).

Knapp 14.400 Märker ohne Job

Im gesamten Märkischen Kreis ist die Arbeitslosigkeit – wie schon im August und September – gesunken. Insgesamt waren 14 384 Personen arbeitslos gemeldet – 70 Personen weniger als im September (-0,5 Prozent). Im Jahresvergleich stieg die Zahl der Arbeitslosen um 98 Personen ( + 0,7 Prozent). Die Arbeitslosenquote beträgt aktuell 6,4 Prozent. Vor einem Jahr belief sie sich noch auf 6,3 Prozent.

Einen deutlichen Rückgang gab es im Oktober bei den Langzeitarbeitslosen: Hier weist die Statistik noch 6 207 Personen aus, die länger als ein Jahr nicht sozialversicherungspflichtig beschäftigt waren. Im September waren es noch 48 Langzeitarbeitslose mehr, im Oktober 2021 sogar 642.

Arbeitsmarkt „ist weiterhin robust“

„Bei den Arbeitslosenzahlen verzeichnen wir im Märkischen Kreis im Oktober einen Rückgang und liegen damit im NRW-weiten Trend. Der Arbeitsmarkt stellt sich weiterhin robust dar und hat sich saisontypisch entwickelt, wenngleich nicht ganz so dynamisch, wie wir es von der sonst üblichen Herbstbelebung kennen“, berichtet Sandra Pawlas, Chefin der heimischen Agentur für Arbeit Iserlohn.

Die Faktoren, die sich dämpfend auswirken und in Altena sogar für einen Anstieg der Arbeitslosigkeit sorgten, lägen auf der Hand, nennt Pawlas die Folgen des Kriegs in der Ukraine, steigende Energie- und Rohstoffpreise sowie Materialengpässe, die zum Teil noch immer auf die Auswirkungen der Corona-Pandemie zurückgingen. „Auch die hohe Inflation, die die Erwartungen im Handel zurückgehen lässt, ist eine Einflussgröße“, sagt Pawlas. Der statistische Effekt durch die Erfassung und Registrierung von Menschen aus der Ukraine durch die Jobcenter sei noch sichtbar, spiele aber im Märkischen Kreis nicht mehr so eine große Rolle wie in den Vormonaten.

Neue Stellen: Arbeitgeber verhalten

Angesichts dieser wirtschaftlichen Unsicherheiten haben die heimischen Arbeitgeber im Oktober – wie schon in den Vormonaten – nur verhalten neue Stellen gemeldet. So kamen kreisweit 881 neue Stellen hinzu, das sind 94 weniger als im Vormonat. „Dass die Arbeitgeber die insgesamt 5 738 Stellen im Bestand aber auch nicht abmelden, ist ein positives Signal. Die Unternehmen warten die weitere Entwicklung ab und tun alles dafür, um ihre Belegschaften zu halten“, sagt Sandra Pawlas. Gleichzeitig bleibe der Fachkräftebedarf in vielen Branchen auch in der Region ein drängendes Thema. „Die Qualifizierung von Arbeitnehmern ist daher der zentrale Schlüssel für den Arbeitsmarkt der nahen Zukunft. Auch in den kommenden Monaten setzen wir alles daran, Menschen über Qualifizierungsangebote in Arbeit zu bringen“, so Pawlas.

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