Ladenlokale gemeinsam aufpolieren

Arbeitskreis Innenstadt will konkret werden: Liste mit 30 möglichen Vorhaben

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Anwohner der Innenstadt sowie Vertreter von Einzelhandel und Gastronomie haben beraten.

Altena – 6 aus 49 gibt es samstags beim Lotto, 6 aus 30 gab es Donnerstagabend in der Burg Holtzbrinck. Dort tagte zum vierten Mal der Arbeitskreis Innenstadt, der auf eine Initiative von Ratsherr Reiner Kemmerling zurückgeht.

Kemmerling hatte in den vergangenen Wochen in drei Runden Ideen gesammelt, auch waren etliche Vorschläge von außen an ihn herangetragen worden. Am Ende stand eine Liste mit 30 Positionen, von denen der Kommunalpolitiker sechs näher besprechen wollte.

Einige der 30 Ideen erschienen kühn, andere durchaus machbar. Einige Beispiele: 

  • Strandbar im Postgebäude
  • Goldene Altena Card
  • Wellnesspakete für ein Wohlfühlwochenende
  • Homepage für alle Geschäfte
  • Drahtfiguren für die Innenstadt
  • "bespielbare Innenstadt"
  • Dauerausstellung "Altena vor 20 oder 30 Jahren" in Schaufenstern
  • Gründung einer gemeinnützigen GmbH
  • Leerstandsbörse im Internet
  • Folien für Schaufenster
  • Erneuerung von Papierkörben
  • Outletcenter á la Bad Münstereifel
  • Weihnachtsmarkt an der Lenne

Grundsätzliches Ziel des Arbeitskreises ist es, Leben in die Stadt zu bringen und dafür zu sorgen, dass für Bürger und Touristen „Einkaufserlebnisse“ geschaffen werden, wie Kemmerling es formulierte.

Veranstaltungsrhythmus etablieren

Kunst und Künstler in leer stehende Ladenlokale zu bringen, war eine Idee auf der Sechserliste. Mottomärkte mit unterschiedlichen Hauptthemen hatte sich Kemmerling als weitere Initiative herausgesucht. 

Sie sollten, so die ursprüngliche Idee, einmal monatlich stattfinden, immer am 1. Samstag. „Es würde sich herumsprechen, dass dann in Altena etwas los ist.“ 

Ein monatlicher Veranstaltungsrhythmus sei vielleicht etwas viel, befand eine Teilnehmerin. Sie schlug eine quartalsweise Ausrichtung vor. Das sei realistischer. Ein Teilnehmer befand die Idee für grundsätzlich gut, wandte aber ein: „Da muss mehr Fleisch dran.“ Kemmerling schlug vor, einen Arbeitskreis zur Beantwortung dieser Fragen ins Leben zu rufen.

Wer macht es? Wer bezahlt es?

Mehrfach stand die Runde aber auch vor zwei einfachen Fragen: „Wer macht es?“ und „Wer bezahlt es?“ 

Wenn es um die Attraktivität der Innenstadt geht, da war man sich weitgehend einig, müsse man bei der Sauberkeit und bei den Leerständen ansetzen. Zu Letzterem erhofft man sich Impulse von einer überarbeiteten Homepage der Stadt Altena, die in absehbarer Zeit ans Netz gehen soll. 

Hier wird es eigene Unterseiten über leer stehende Ladenlokale geben, berichtete Sara Schmidt, in der Stadtverwaltung zuständig für die Wirtschaftsförderung.  Sie habe eine Leerstandsliste erstellt und die Kontaktdaten der Eigentümer zusammengetragen.

Gefälliges Bild der Ladenlokale soll her

„Wir sollten erst mal sauber machen“, brachte eine Teilnehmerin ein, „sonst kriegen Touristen am Markaner den ersten Schock.“ Das soll nun aber nicht darin münden, dass Wege gefegt werden – das macht nach wie vor die Stadt.

Es ist vielmehr daran gedacht, von der Reinigung bis zur Dekoration für ein gefälliges Bild der Ladenlokale zu sorgen. Dazu müsse natürlich mit möglichst allen Eigentümern gesprochen werden.

Weiter verfolgt wird auch der Ansatz „bespielbare Innenstadt“. Sponsoren sollen gefunden werden, die die Kosten für die Aufstellung von Spielgräten übernehmen. 

Es gab in diesem Zusammenhang den Hinweis, dass für eine solche Suche „belastbare Zahlen“ hinsichtlich des Aufwandes vorhanden sein müssten. Kemmerling hatte von 400 Euro pro Spielgerät und 200 Euro für die Montage berichtet. Das dürfte erheblich zu wenig sein, so ein Teilnehmer. Es sollen nun zunächst weitere Auskünfte zur Sache eingeholt werden.

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