Arbeitsagentur ist umgezogen

Job-Beratung unter Stuckdecken

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Das Team der Geschäftsstelle Altena mit Bürgermeister-Stellvertreterin Dr. Rita Rüth (links) und Sandra Pawlas, Chefin der Iserlohner Agentur für Arbeit (3. von links). Im Vordergrund das Selbstinformationsgerät, an dem man sich im Wartebereich über verschiedene Berufsfelder informieren kann.

Altena - Die Geschäftsstelle Altena der Agentur für Arbeit sei nach ihrem Umzug ins Haus Köster-Emden wohl die schönste im ganzen Kreis. Das sagte Sandra Pawlas, Chefin der Iserlohner Agentur für Arbeit, gestern bei der Vorstellung der Büros. Sie dankte der Stadt dafür, dass sie sehr kurzfristig dabei half, Raumprobleme der Behörde zu lösen.

Bisher waren Arbeitsagentur und Jobcenter gemeinsam im Haus Freiheitstraße 24 untergebracht – eigentlich eine gute Lösung, weil es in der Arbeit viele Überschneidungen gibt. Allerdings brauchte das Jobcenter mehr Platz, eine Lösung am vorhandenen Standort war nicht möglich. Also suchte die Arbeitsagentur neue Räume und fand sie im Haus Lennestraße 93, also der ehemaligen Stadtgalerie. Im Juni wurde erstmals über diese Lösung diskutiert, diese Woche war der Umzug – rekordverdächtig vor allem deshalb, weil einige Umbauten erforderlich waren, die aber den Charakter des Baudenkmals nicht beeinträchtigen durften. Beraten wird unter den prächtigen Stuckdecken, die bei einem der vielen Umbauten des 1707 erbauten Hauses entstanden sein dürften. „Kollegen meinen, wir müssten jetzt im Ballkleid zur Arbeit gehen“, scherzte gestern die Berufsberaterin Melanie Simon. Ihr Kollege Alexander Schmitz freut sich vor allem darüber, dass sein Büro nicht nur groß, sondern auch lichtdurchflutet ist. „Da wird sie mancher drum beneiden“, sagte seine Chefin. „Unserem sehr fähigen Bauamt“ sei zu danken, dass der Umzug so schnell über die Bühne gebracht werden konnte, sagt die zweite Bürgermeister-Stellvertreterin Dr. Rita Rüth. Die Räume mussten nicht nur frisch gestrichen, sondern auch Durchbrüche zurückgebaut und Türen wieder eingesetzt werden. Die Sanitäranlagen wurden erneuert und viele Meter Datenkabel verlegt. Weil alle neuen Einrichtungen des Landes barrierefrei sein müssen, gibt es eine Behindertentoilette und mobile Rampen für die Treppen vor der Eingangstür. Nach einer organisatorischen Veränderung vor etwa einem Jahr ist die Geschäftsstelle wieder Anlaufpunkt Nummer eins für alle Altenaer und Nachrodt-Wiblingwerder, die Kontakt zur Arbeitsagentur suchen wollen oder müssen. Dort kann man sich arbeitslos oder arbeitssuchend melden, Vermittlungsgespräche führen oder die Berufsberatung in Anspruch nehmen – das allerdings nur nach Terminabsprache. Für solche Spezialgebiete sind nämlich Mitarbeiter zuständig, die nur temporär in Altena sind, um die vierköpfige Stammbesatzung zu verstärken.

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