Retter und Opfer zugleich

DRK muss Heim nach Flut sanieren

Spendenübergabe DRK
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Spendenübergabe vor der Fahrzeughalle des DRK. Auch in ihr richtete das Hochwasser Schaden an.

Fast sein ganzes Leben lang hat Horst-Werner Maier-Hunke schon mit dem DRK zu tun: „Mein Großvater war aktiver Helfer – und er war sehr stolz darauf“, erzählte der Vorsitzende des Märkischen Arbeitgeberverbandes (AGV), als er jetzt mit Geschäftsführer Özgür Gökce die DRK-Unterkunft am Brachtenbecker Weg besuchte, in der das Hochwasser ebenfalls nicht unerhebliche Schäden angerichtet hat.

Altena – Das Gebäude selbst sei versichert und einigermaßen glimpflich davongekommen, berichtete DRK-Bereitschaftsführer Alexander Fischer. Bleibt die Ausrüstung: Alles, was im Keller lagerte, und die Spinde in der Fahrzeughalle wurden durchnässt. Obwohl die Rotkreuzgemeinschaft tagelang zusammen mit freiwilligen Helfern aufräumte und saubermachte, sind die Schäden so groß, „dass die Einsatzfähigkeit der Katastrophenschutzeinheit zur Zeit nur schwer darstellbar ist“, wie DRK-Kassierer Steffen Schulze sagt.

Wir müssen etwas tun für die freiwilligen Helfer.

Horst-Werner Maier-Hunke

Deshalb sind er und alle anderen DRK-Mitglieder froh, dass Maier-Hunke nicht mit leeren Händen kam. „Wir müssen etwas tun für die freiwilligen Helfer“, sagte er und sagte eine Spende in Höhe von 10 000 Euro zu. Dafür kann jetzt Einsatzkleidung, Sanitätsmaterial und was sonst noch alles gebraucht wird, angeschafft werden. Weitere Spenden seien mehr denn je willkommen, sagte Schulze und verwies auf die Möglichkeit einer Onlinespende über die Homepage ww.drk-altena.de. Die Organisation erhält nur geringe staatliche Unterstützung.

Erst vor zwei Jahren eingezogen

Der DRK-Ortsverein hat das Gebäude und die benachbarte Fahrzeughalle vor zwei Jahren von dem Reisebusunternehmen Rohe gekauft und seitdem viel Arbeit in die Renovierung gesteckt.

Als die Flut kam, war nichts zu machen, zumal auch die Rotkreuzler tagelang im Einsatz waren. Am 14. Juli halfen sie bei den Evakuierungen, sorgten für die Verpflegung der Einsatzkräfte und unterstützte in den Folgetagen auch den Rettungsdienst bei der Arbeit.

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