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Arbeiten für 1,5 Millionen Euro: So sichern Höhenkletterer den Burgberg

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Von: Jona Wiechowski

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Die Hangsicherungsarbeiten unterhalb der Burg Altena sind aufwändig, das liegt auch an den Höhenkletterern, die sich durch das unwegsame Gelände kämpfen.
Die Hangsicherungsarbeiten unterhalb der Burg Altena sind aufwändig, das liegt auch an den Höhenkletterern, die sich durch das unwegsame Gelände kämpfen. © Wiechowski, Jona

Felsen und Steine am Burgberg müssen gesichert werden. Das ist aufwändig. Denn es können keine großen Maschinen eingesetzt werden.

Altena – Die Lage der Felsen macht die Arbeiten kompliziert. „Aufgrund der Lage des Hanges, der bereits vorhandenen latenten Gefahr sowie der großen Menge des Gesteinsmaterials stellt die Baustellenlogistik die größte Herausforderung dar“, beschreibt Ulla Erkens, Pressesprecherin des Märkischen Kreises.

Ein maschineller Einsatz mit Großgeräten im Hang sei nicht oder nur sehr begrenzt möglich. Heißt: Die Arbeiten können nur händisch mit Kleingeräten und von Höhenkletterern umgesetzt werden. Und die haben es in sich. Bis zu 40 Kilogramm wiegt die Ausrüstung, 16 allein der Presslufthammer. Dazu kommt das Material für Zäune, Eisenstäbe und Bohrer. Hunderte Meter müssen diese immer wieder von der Burg den Berg runter zur Baustelle gehievt werden – zu Fuß und von Hand.

Auf dem Weg runter zur Baustelle am Burgberg sind immer wieder kleinere Materiallager eingerichtet – so wie hier.
Auf dem Weg runter zur Baustelle am Burgberg sind immer wieder kleinere Materiallager eingerichtet – so wie hier. © Wiechowski, Jona

Insgesamt kosten die Arbeiten rund 1,5 Millionen Euro und umfassen Hangsicherungsmaßnahmen wie Felsberäumungen, Baumfällungen, Bohrungen und eben die Netzmontage. „Die Maßnahme wird in zwei Phasen abgearbeitet“, erklärte Pressesprecherin Ulla Erkens.

In der ersten, aktuell laufenden Phase werde der defekte Bestandszaun, der seinerzeit als Sicherung gedient habe, nach Stand der Technik überbaut. „Anschließend wird in der zweiten Phase der Hang oberhalb gesichert.“

Diese Zäune unterhalb der Burg Altena wurden erneuert.
Diese Zäune unterhalb der Burg Altena wurden erneuert. © Jona Wiechowski

Bis die Arbeiten abgeschlossen sind, wird es noch eine ganze Weile dauern. Erkens spricht auf Nachfrage von einigen Monaten. „Der Bohrfortschritt ist aufgrund der Felsstruktur und der Geländesituation sehr schwankend.“ Ein konkreter Zeitrahmen sei schwierig einzuschätzen. Fest steht nur: „Im Laufe des Jahres sollten aber alle Arbeiten abgeschlossen sein.“

Weitere Felssicherungsarbeiten, wie sie aktuell am Burgberg unterhalb des Altenaer Wahrzeichens stattfinden, seien auf Grundstücken des Märkischen Kreises derzeit nicht geplant, heißt es auf Nachfrage.

Die Arbeiten werden noch einige Monate andauern. Der Bohrfortschritt ist aufgrund der Felsstruktur und der Geländesituation sehr schwankend.

Ulla Erkens, Pressesprecherin des Märkischen Kreises

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