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Anzeige erstattet: Seniorin lässt Betrügerin abblitzen

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Von: Markus Wilczek

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Mittlerweile gibt es etliche Maschen, bei denen Betrüger versuchen, über das Telefon an sensible Daten zu kommen.
Auf einen Telefonbetrug fiel eine Seniorin aus Altena glücklicherweise nicht herein. © Robert Szkudlarek/Digitalbild

Eine angebliche Google-Mitarbeiterin wollte in der vergangenen Woche in Altena bei einer Seniorin abkassieren. Die Betrügerin scheiterte mit ihrem Vorhaben jedoch. Denn die Altenaerin fiel auf die Telefonmasche nicht herein und erstattete Anzeige bei der Polizei.

Die Unbekannte meldete sich telefonisch bei der 73-jährigen Altenaerin. Angeblich habe die Seniorin ein „Upgrade“ angefordert und müsse nun 1200 Euro zahlen, begann die Betrügerin ihre Lügengeschichte. Als sich die Altenaerin über die Höhe des Preises aufregte, verringerte die Frau am anderen Ende der Leitung die Forderung auf 500 Euro. Die Altenaerin ging jedoch auch auf diese Forderung nicht ein und beendete stattdessen das Gespräch.

„Beim Versuch, die im Display angezeigte Rufnummer zurückzurufen, kam nur der Ansage, dass diese Nummer nicht vergeben sei“, sagte Polizeisprecher Christof Hüls, der die Seniorin für ihr dann richtiges Verhalten lobte. Denn die 73-Jährige erstattete Anzeige bei der Polizei wegen des Betrugsversuchs.

Polizei warnt: Am Telefon nicht auf Geldforderungen einlassen

Die Kreispolizeibehörde Märkischer Kreis warnt davor, sich am Telefon auf irgendwelche Geldforderungen einzulassen. „Klassiker sind Anrufe angeblicher Gewinnspiel-Zentralen. Die behaupten, ihr Opfer habe einen Gewinnspielvertrag abgeschlossen, der nur die erste Zeit kostenlos war. Weil der Vertrag nicht gekündigt wurde, seien nun höhere Forderungen aufgelaufen“, so Polizeisprecher Hüls.

Auch in diesem Fall böten die Anrufer schließlich häufig eine Ermäßigung an – wohl in der Hoffnung, ihr Opfer zu einer schnellen und unüberlegten Handlung zu verleiten. „Die Angerufenen sollten unbedingt darauf bestehen, dass Forderungen schriftlich geltend gemacht werden. Keinesfalls sollten Kontodaten oder andere persönliche Daten am Telefon preisgegeben werden“, so Hüls abschließend.

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