antek sucht Kontakt zu Altenaern

ALTENA ▪ Kleines Jubiläum im Haus Kirchstraße 30 Christoph Schulz, besser bekannt unter seinem Künstlernamen antek, lädt zur fünften „Vier-Wände-Ausstellung“ in seine Mischung aus Atelier, Wohnhaus und Galerie ein.

Vor sieben Jahren hat er das ehemalige Gerber‘sche Haus gekauft und es liebevoll wieder hergerichtet. „Man erschrickt sich, wie schnell die Zeit vergeht“, sagt der 49-Jährige und bedauert im gleichen Atemzug, dass noch viel zu tun ist am Gebäude. Da traf es sich gut, dass 2010 für den Künstler ein gutes Jahr war – „ich konnte vier neue Fenster einbauen lassen“.

Anteks Kunst ist zwar nicht brotlos, verschafft ihm aber auch keine Reichtümer. Kreativ sein könne jeder Mensch, lautet anteks Credo – wahre Kunst sei es dann, von der Kreativität auch zu leben.

Künstler mit

mehreren Standbeinen

Das gelingt ihm, weil er verschiedene Standbeine pflegt: Er verkauft seine Bilder nicht nur, sondern verleiht sie auch – 20 Bilder sind im Moment unterwegs, das bringt 120 Euro im Monat. Hinzu kommen Einnahmen aus Malkursen, die antek in seinem Atelier und in einer privaten Iserlohner Kunstschule gibt. Hinzu kommen natürlich Einnahmen aus dem Verkauf seiner Bilder, für die es in ganz Deutschland Liebhaber gibt. Nicht ohne Stolz berichtet er, dass kürzlich erst ein Sammler den Besuch in seinem Atelier mit einem Kurzurlaub in der Region verbunden hat.

Antek und Altena – das ist keine ganz einfache Komposition. Wobei der Künstler das Jammern über die Stadt auch ein wenig zelebriert. Nur wenig Interesse hätten die Altenaer an ihm und seinem Wirken, klagt er, um wenig später aufzuzählen, welche Altenaer unlängst da waren oder demnächst kommen werden. Die Liste ist recht lang...

Kontakt zu Unternehmen

wird gesucht

Trommeln muss man als Künstler, dass ist dem Neu-Altenaer durchaus bewusst. Deshalb wendet er sich mit seiner Galerie-Ausstellung ganz bewusst auch an die Firmen in der Stadt. „Da gibt es große weiße Wände“, schwärmt er – ein „echter antek“ sähe da oft gut aus, zumal der 49-Jährige nicht nur farbenfroh, sondern oft auch ausgesprochen großformatig arbeitet. Aus gleich vier großen Leinwänden besteht der Malgrund für das Menschen-Bildnis, an dem er gerade arbeitet. Die Phase der Gesichter geht aber ihrem Ende entgegen – alle zwei Jahre müsse er etwas Neues machen, demnächst am liebsten Landschaften. Wobei auch Auftragsarbeiten kein Problem seien, versichert er.

Über seine Kunst, über Altena, über Gott und die Welt plaudern kann man am kommenden Wochenende mit antek. Seine Vier-Wände-Aus-stellung ist am Samstag von 17 bis 21 Uhr geöffnet. Am Sonntag empfängt er seine Gäste von 11 bis 19 Uhr.

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