Anne Rohde leitet die Sekundarschule

Als „Powerfrau“ bezeichneten Nachrodts Verwaltungschef Jürgen Röll (links) und Bürgermeister Dr. Andreas Hollstein die kommissarische Leiterin der Sekundarschule. Anne Rohde ist in Altena keine Unbekannte. J Fto: Bender

ALTENA ▪ Anne Rohde wird (zunächst kommissarisch) Leiterin der neuen Sekundarschule. Damit hat sich die Bezirksregierung für eine Lehrerin entschieden, die in Altena bestens vernetzt ist.

Die 53-Jährige lebt nicht nur in Altena, sondern ist hier auch Mitglied zahlreicher Altenaer Vereine. An der Volkshochschule (VHS) Lennetal hat sie Kurse gegeben, ihre Beziehungen zum Burggymnasium sind exzellent – auch weil Ehemann Stefan dort als Oberstufenkoordinator tätig ist. Verbindungen zur Gemeinde Nachrodt-Wiblingwerde hat sie auch: Dort lebte sie, bevor sie mit ihrer Familie ein Haus in Altena kaufte.

Zurzeit arbeitet Anne Rohde noch in Lüdenscheid. Sie ist dort stellvertretende Leiterin der Richard-Schirrmann-Realschule und unterrichtet die Fächer Sport und Biologie. Zusätzlich zu dieser Tätigkeit organsiert sie jetzt das Anmeldeverfahren für die geplante, neue Schule.

Von der Sekundarschule zeigte die Pädagogin sich gestern restlos überzeugt: Im ländlichen Raum sei sie „die einzige Chance, ein wirklich gutes Angebot zu machen“, sagte sie mit Blick auf sinkende Schülerzahlen. Die Sekundarschule biete ein pädagogisch überzeugendes Angebot für alle Kinder.

Voll des Lobes war sie für das Konzept, das in Altena und Nachrodt-Wiblingwerde entwickelt wurde. Dabei bezog sie sich nicht nur auf die Inhalte, sondern auch auf die Rahmenbedingungen. So biete das Schulgebäude am Holensiepen in Nachrodt ideale Voraussetzungen für die fünften und sechsten Klassen, die dort unterrichtet werden sollen. Den Klassen- seien Kursräume angegliedert, die differenzierten Unterricht zuließen. Zudem sei das Umfeld mit Sportplatz, Hallenbad und viel freier Fläche ideal. Bedenken, dass diese Schule für Schüler vor allem aus dem Bereich Dahle, Evingsen und Nettenscheid schlecht erreichbar sein könnte, versuchte gestern in einem Pressegespräch zur Vorstellung der Schulleiterin Bürgermeister Dr. Andreas Hollstein zu zerstreuen: Entsprechende Gespräche mit der Märkischen Verkehrsgesellschaft (MVG) seien bereits angelaufen, sie sei ausgesprochen kooperativ.

Gelassen reagierte der Bürgermeister auf die Ankündigung der Werdohler Realschule, auch Altenaer Schüler zu werben: „Altenas Eltern wären schön dumm, wenn sie ihre Kinder nach Werdohl schicken würden“, sagte er. Altena schaffe eine neue Schulform, „die auf den Traditionen von Haupt- und Realschule aufbaut“ und diese – zum Beipiel durch den bilingualen Unterricht in einem der drei Zweige – weiterentwickele. Anne Rohde rechnet damit, dass die Sekundarschule in der Anfangsphase neben ihr noch fünf weitere Lehrer haben wird. ▪ Von Thomas Bender

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