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Emotionale und lautstarke Verabschiedung für Schulleiterin

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Von: Susanne Fischer-Bolz

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Abschied von Sekundarschulleiterin Anne Rohde: Durch ein Schüler-Spalier ging Anne Rohde in den Ruhestand. Alle Kinder und alle Weggefährten gestalteten den Abschiedstag.
Abschied von Sekundarschulleiterin Anne Rohde: Durch ein Schüler-Spalier ging Anne Rohde in den Ruhestand. Alle Kinder und alle Weggefährten gestalteten den Abschiedstag. © Fischer-Bolz

Berührend und emotional, lautstark und fröhlich: Der Abschied von Schulleiterin Anne Rohde war schlicht und ergreifend grandios. Schüler, Lehrer, Eltern, Freunde und Weggefährten bereiteten ihr einen Festtag, den sie wohl nie vergessen wird. Wer mit so viel Wertschätzung in den Ruhestand verabschiedet wird, muss wohl vieles richtig gemacht haben.

Altena/Nachrodt - Gleich morgens wurde getrommelt: Von einer Lehrer-Samba-Truppe wurde Anne Rohde am Donnerstag von zu Hause abgeholt, um sich dann erst am Sekundar-Schulstandort in der Nette und anschließend am Holensiepen in Nachrodt von jeder Klasse zu verabschieden. Es gab Blumen, Plakate, Vorführungen und ein Spalier für die Schulleiterin, die die Sekundarschule nicht nur aufgebaut, sondern sie auch mit Herzblut, Tatkraft und Liebe zu den Kindern für die Zukunft aufgestellt hat.

„Etwas Besseres konnte der Gemeinde Nachrodt und der Stadt Altena nicht passieren“, meinte Michael Schlieck zur Sekundarschule, die vor zehn Jahren aus der Taufe gehoben wurde. Der stellvertretener Bürgermeister der Gemeinde Nachrodt-Wiblingwerde gehörte ebenso wie Altenas stellvertretende Bürgermeisterin Hanna Freissler zu den Festrednern in der Burg Holtzbrinck. Als Anerkennung für ihr unermüdliches Engagement und für ihren „wichtigen Beitrag für die Zukunft der Stadt“ überreichte Hanna Freissler den Zöger, die höchste Auszeichnung der Stadt Altena. Und natürlich: Ganz offiziell und „frisch aus dem Tresor“, wie Michael Albrecht, Dezernent der Bezirksregierung schmunzelnd verkündete, gab es auch die Urkunde zum Abschied aus dem Schuldienst.

Feingefühl und wertschätzende Kommunikation bescheinigten Anne Rohde all ihre Weggefährten, darunter auch Klaus-Dieter Jacobsen, Vorsitzender des Nachrodter Schulausschusses, die Kämmerer Stefan Kemper und Gabriele Balzukat, die gemeinsam einen Kirschbaum überreichten („Woher wusstet ihr, dass unser Baum eingeht?“), der Elternvertreter Knut Behrens, der ein Geschenk in Tortenoptik mit Fotos von allen Klassen mitgebracht hatte, und Anne Rohdes Stellvertreterin Gudrun Reinecke-Bartelt, die jetzt kommissarisch die Geschicke der Schule mit einem Team leiten wird. „Wir beäugten uns erst einmal und beschossen dann: Wir schaffen das“, erzählte Gudrun Reinecke-Bartelt von ihrer ersten Begegnung mit Anne Rohde, die sich ihrerseits für die „unbedingte Loyalität bedankte und einen symbolischen Schlüssel für die Sekundarschule übergab.

Besonders emotional waren drei Momente: Schulsekretärin Katharina Wygoda („mein Gedächtnis, meine Stütze“) sang das Musikstück „Halleluja“ mit einem für Anne Rohde umgeschrieben Text und berührte damit nicht nur die Hauptperson selbst, sondern alle Gäste. Und auch Daniel Storch begeisterte geradezu mit dem Klavierstück „Au bord d‘ une source“. So sollte ein Ruhestand klingen: fröhlich, manchmal zurückhaltend, turbulent, erfrischend, aber auch gelassen. „Außer Rand und Band“ – so begann der Refrain von „Annes Abschiedslied“ – von einem Lehrer-Chor als großartiges Tüpfelchen auf dem I.

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