Anmeldverfahren der Kindergärten

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In der katholischen Kindertagesstätte St. Matthäus schmeckt das Mittagessen. Wie das Anmeldeverfahren, das den Kindern ihren Kindergartenplatz beschert hat, abgelaufen ist, interessierte seinerzeit vermutlich eher deren Eltern.

Altena - Noch bis Freitag, 16. Januar, können Eltern ihre Kinder für das Kindergartenjahr 2015/2016 in den Kindergärten im Stadtgebiet Altena anmelden. Wie solch eine Anmeldung abläuft, erklärt Martina Hochstein, Leiterin der Kindertageseinrichtungen St. Matthäus und St. Thomas Morus.

Nicht nur während der ausgeschriebenen Anmeldewochen kommen Eltern auf Martina Hochstein zu, sondern auch immer mal wieder zwischendurch. „Im Wesentlichen sammle ich von nach den Sommerferien bis einschließlich Stichtag im Januar die Vorabanmeldungen“, erklärt die Kita-Leiterin. „Dann durchlaufen alle Anträge das Auswahlverfahren des Rates der Kindertageseinrichtungen, bevor entschieden wird, welche Plätze an wen vergeben werden.“

Doch der Reihe nach: Eltern vereinbaren zunächst telefonisch einen Termin in der Wunscheinrichtung. Im nächsten Schritt kommen sie vorbei und schauen sich dort um. „Dafür sollten die Eltern schon mal eine gute Stunde mitbringen“, rät Hochstein. „So können wir die Räumlichkeiten zeigen und über die Gruppenzusammensetzung sprechen.“ Außerdem würden sämtliche Fragen der Eltern geklärt und der vorgefertigte Anmeldebogen gemeinsam ausgefüllt.

Träger, Personal und Eltern reden mit

„Bis dahin ist alles erst mal unverbindlich“, gibt die Einrichtungsleiterin zu bedenken. Denn erst wenn die Anmeldefrist abgelaufen sei, entscheide der Rat der Kindertageseinrichtungen über die Platzvergabe. Mitzureden hätten Vertreter der verschiedenen Träger, des Personals und der Eltern. Die legen verschiedene Auswahlkriterien an. Sind die Eltern berufstätig? Hat das Kind schon Geschwister im jeweiligen Kindergarten? Die Antworten auf diese Fragen helfen bei der Entscheidung. Berücksichtigt würden natürlich die Aufnahmekapazitäten der Einrichtungen für die verschiedenen Altersgruppen.

Geld wird beim Landesjugendamt beantragt

Im nächsten Schritt spielt dann auch die Stadt eine Rolle. Uwe Krischer, Abteilungsleiter Soziales, Jugend und Familie, erklärt, dass die bisherigen Ergebnisse aus den Kindertageseinrichtungen an den Jugendhilfeausschuss weitergegeben werden. In der Ausschusssitzung müssten die Mitglieder dem Plan der Kitas zustimmen und die entsprechenden Gelder beim Landesjugendamt beantragen. „Das Landesjugendamt wiederum zahlt das Geld an die Stadt. Die verteilt dann weiter an die Einrichtungen“, so Krischer. Da die Stadt selbst kein Träger von Kindertageseinrichtungen ist, seien die Beantragung und die Verteilung des Geldes die einzigen Aufgaben der Stadt in dem gesamten Verfahren.

Ende Januar bekommen Eltern per Post Bescheid

Zurück zu Martina Hochstein: Ende Januar stünde die Entscheidung, sagt die St.Matthäus-Leiterin. Dann bekämen die Eltern auf dem Postweg Bescheid, ob und in welcher Einrichtung ihr Kind aufgenommen wird. „Das Formular für die verbindliche Anmeldung liegt bei und muss innerhalb einer bestimmten Frist unterschrieben in der Einrichtung eingereicht werden“, sagt Hochstein. Kinder, die keinen Platz bekommen, könnten auf Wartelisten aufgenommen werden. Nach Ostern etwa, so kann Hochstein zumindest für den Kindergarten St. Matthäus sprechen, gibt es dann eine Informationsveranstaltung, bei der die Eltern alles Wichtige über den Kindergartenalltag und die Eingewöhnungsphase erfahren.

Die verschiedenen Kindergärten inklusive Kontaktdaten sind auf der Webseite der Stadt Altena aufgelistet.

Von Kristina Köller

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