Brandstiftung: Anklage wurde erhoben

Altena - Keine zwei Monate nach der Brandstiftung im Buchholz hat die Staatsanwaltschaft Anklage gegen die beiden jungen Männer erhoben, die am 3. Oktober in dem von Syrern bewohnte Haus an der Brandstraße ein Feuer gelegt haben sollen.

Jan Schulte, Sprecher des Hagener Landgerichtes, bestätigte das am Donnerstag auf Anfrage. Die Staatsanwaltschaft wirft den beiden Beschuldigten in der Anklageschrift schwere Brandstiftung vor. Schulte erklärte auch, wie es jetzt weitergeht: Die zuständige Strafkammer werde nun das so genannte Zwischenverfahren durchführen. Das bedeutet, dass den Angeklagten die Anklage zugestellt wird. Sie beziehungsweise ihre Anwälte haben dann die Möglichkeit, sich dazu zu äußern.

Hauptverhandlung erst im Frühjahr 2016

Wenn das Gericht nach dem Zwischenverfahren zu der Überzeugung kommt, dass ein hinreichender Tatverdacht vorliegt, fasst es den so genannten Eröffnungsbeschluss. Er ist zwingende Voraussetzung dafür, dass das Hauptverfahren durchgeführt werden kann. „Relativ zeitnah“ solle es dann zur Hauptverhandlung kommen, erklärte der Gerichtssprecher, wies aber gleichzeitig auch auf die hohen Fallzahlen hin, die das Landgericht bewältigen müsse. Deshalb werde es wohl erst im Frühjahr 2016 zur Hauptverhandlung kommen.

Brand in Flüchtlings-Wohnhaus in Altena

Übrigens: Das Gericht kann jederzeit den Hinweis geben, dass aus seiner Sicht auch andere als die angeklagten Strafttatbestände in Frage kommen könnten. Das ist deshalb von Belang, weil es unterschiedliche Auffassungen darüber geben kann, ob es sich bei der Tat im Buchholz um eine gefährliche Brandstiftung oder womöglich um den Versuch eines Tötungsdeliktes handelt.

Einer der beiden Angeklagten, ein 25-jähriger Altenaer, wird beschuldigt, am Abend des 2. Oktober auf dem Dachboden des von Flüchtlingen bewohnten Hauses einen Brand gelegt zu haben. Sein 23-jähriger Komplize soll „Schmiere“ gestanden haben. Die Brandstiftung führte allerdings nur zu einem kleinen Schwelbrand, der erst am nächsten Tag von Nachbarn entdeckt wurde.

Die beiden Beschuldigten sollen die Tat in den Vernehmungen zugegeben haben. Sie begründeten ihr Verhalten nach Angaben der Staatsanwaltschaft mit „Angst vor Flüchtlingen“.

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