Wildgehege Mesekendahl

Besonderer Job: Auf Du und Du mit Wildsau und Wisent

Glücklich über ihren neuen Job: Anika Andreas aus Altena arbeitet seit rund einem halben Jahr im Wildgehege Mesekendahl.
+
Glücklich über ihren neuen Job: Anika Andreas aus Altena arbeitet seit rund einem halben Jahr im Wildgehege Mesekendahl.

Erst betreue sie Grundschulkinder, nun Wildtiere: Anika Andreas aus Altena hat umgesattelt. Nun hat sie täglich mit Wildsau, Wisent und Co. zu tun - und ist total glücklich.

Altena – Ihren Wechsel von der „8 bis 1“-Betreuung an der Gemeinschaftsgrundschule Altena im Mühlendorf zum Wildgehege Mesekendahl in Schalksmühle hat Anika Andreas aus Altena noch keinen einzigen Tag bereut. „Es war auch mit den Kindern eine schöne Arbeit“, sagt sie. „Aber wenn man sich verändern will, war das die richtige Entscheidung.“ Als Gehege-Arbeiterin hat sie „genau das Richtige gefunden“.

Eigentlich hätte sich die zweifache Mutter, die eine Ausbildung als technische Zeichnerin besitzt, schon gern auf die erste Anzeige des Wildgeheges im Frühjahr 2020 beworben. „Ich wollte aber warten, bis meine Kleine aus der Grundschule kommt.“ Tochter Tamara ist mittlerweile zehn Jahre alt, Sohn Max zwei Jahre älter.

Chemie zwischen Chef und Altenaerin stimmte

Nach den Sommerferien entdeckte sie im AK die zweite Anzeige des Wildtiergeheges, auf die sie sich schließlich bei Karl-Friedrich Trimpop meldete. Der Inhaber des Geheges war schon lange auf der Suche nach einem geeigneten Mitarbeiter, der ihn bei der täglichen Arbeit mit den Tieren unterstützt.

Zwei Tage arbeitete Anika Andreas Ende August 2020 zur Probe und merkte schnell, dass ihr die Arbeit Spaß macht. „Nach dem ersten Tag war klar, dass es passt.“ Auch die Chemie stimmte „von beiden Seiten“. Zum 1. Oktober trat sie ihren Dienst im Wildgehege an.

Respekt vor den Wildschweinen

Dass sie bei der täglichen Arbeit zwangsläufig viel draußen ist, macht der Altenaerin nichts aus. „Ich war schon immer gern draußen. Mich stört das Wetter nicht.“ Klar, dass ihr 30 Grad lieber sind, aber bei Kälte und Nässe könne man sich ja entsprechend anziehen.

„Tiere mochte ich auch schon immer.“ Zuhause versorgt sie zwei Hunde, einen Schäferhund und einen Foxterrier, dazu einen Kater, Meerschweinchen, einen Hasen und Wasserschildkröten. Im Wildgehege kümmert sie sich um Ziegen, Wildschweine, Ponys, Wisente, Rotwild, Damwild und andere Tiere.

„Am Anfang hatte ich noch vor dem einen oder anderen Respekt“, gibt sie zu. Besonders die Wildschweine waren ihr nicht ganz geheuer. „Dabei sind die so lieb. Hier sind das fast schon Kuscheltiere.“ Und die Wisente? „Eigentlich sind die total lieb und süß. Man sollte sich nur von den Hörnern fernhalten.“

Treckerfahren schnell gelernt

Was Anika Andreas lernen musste, war das Treckerfahren. „Das ist nicht viel anders als Autofahren“, weiß sie jetzt. Gerade mal einen halben Tag dauerte es, bis sie mit Trecker und Hänger rückwärtsfahren konnte.

Das Treckerfahren hat Anika Andreas aus Altena in ihrem neuen Job im Wildgehege Mesekendahl gelernt.

Schrittweise lernte Karl-Friedrich Trimpop seine neue Mitarbeiterin an. Zu den Aufgaben, die Anika Andreas im Wildgehege hat, gehören das Füttern der Tiere und das Säubern der Gehege. Besonders schön findet sie es, wenn „ich mit dem Futtereimer klimpere und die Tiere dann kommen.“

Durch ihre Arbeitszeit von 9 bis 14 Uhr gelingt es der Altenaerin gut, Beruf und Familie unter einen Hut zu bringen. Schon jetzt freut sie sich auf die Zeit nach dem Lockdown, wenn das Wildgehege wieder öffnen kann und Besucher kommen. Das ist neu für sie: Kurz nachdem sie anfing, im Wildgehege zu arbeiten, kam der zweite Lockdown.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare