Mit elektrischer Hilfe zur Luisenhütte und zurück

+
Im Auftrag des AK testete Carolin Hüppe schon vor drei Jahren, ob Pedelecs Altena-tauglich sind. Ihr Fazit fiel positiv aus.

Altena -  Zwei Pedelecs – das sind Fahrräder mit elektrischem Zusatzantrieb – übergab Mark-E-Vorstand Wolfgang Struwe am Dienstag an Landrat Thomas Gemke und Bürgermeister Dr. Andreas Hollstein. Sie werden an der „Talstation“ des Burgaufzugs deponiert und Touristen für Ausflüge in die Umgebung zur Verfügung gestellt.

Altena sei eine Stadt, “die sehr innovativ unterwegs ist“, sagte Struwe. Damit sei die Burgstadt idealer Partner für das E-Mobility-Programm des Energieerzeugers. Mark-E verfügt einerseits selbst über eine ganze Flotte von Elektrofahrzeugen und bezuschusst andererseits Kunden, die sich solche Fahrzeuge kaufen.

Mit den Pedelecs sollen Touristen Altenas Umgebung erkunden und im Idealfall andere Sehenswürdigkeiten im Märkischen Kreis ansteuern. In der Planung ist im Moment eine Radroute von der Burg zur Luisenhütte in Balve. Eine Ladestation für die Pedelecs sei dort bereits vorhanden, sagte Gemke. Der Kreis bemühe sich sehr um den Ausbau der Elektromobilität und freue sich, dass es bereits eine Reihe von Ladestationen gebe. Bürgermeister Dr. Andreas Hollstein berichtete, dass die Stadt so etwas an der Lennepromenade plane.

Dass Pedelecs im Sauerland Sinn machen, ergab schon vor drei Jahren ein Praxistest des AK: Carolin Hüppe war damals einen Tag lang mit Elektro-Unterstützung in der Burgstadt unterwegs und unterzog das Rad gleich einem Härtetest: „Trotz nicht unerheblicher Steigung trat ich mich mühelos die Fritz-Thomée-Straße hinauf. Und das im sechsten von acht Gängen“, berichtete sie damals und fuhr gleich weiter: Über die Bergstraße und den Halsknopf ging es zum Nettenscheid.

Am Anfang habe es sich wie leichter Rückenwind an angefühlt, bilanzierte die Journalistin damals. Dass sie trotz der höchsten von insgesamt drei Motorenstufen am Nettenscheid leicht ins Schwitzen kam lag daran, dass der Motor einem die Fahrleistung nicht komplett abnimmt, sondern die Eigenleistung in verschiedenen Prozentstufen unterstützt.

Ganz aufs Trampeln verzichten kann man also, zumindest beim Pedelec, nicht. Das immer noch vorhandene Vorurteil, ein Elektrofahrrad sei nur was für Faule, gilt deswegen nicht.

Der extreme Härtetest führte bei Hüppe allerdings auch dazu, dass der Akku des Rades schon nach einer halben Stunde Fahrtzeit ein Drittel seiner Kapazität verloren hatte. Inzwischen sind aber deutlich langlebigere Batterien auf dem Markt – die Fahrt zur Luisenhütte und zurück sei für die beiden Räder der Marke Falter überhaupt kein Problem, versicherte Jan Slejfir, der Lieferant der beiden Pedelecs, am Rande der Übergabe.

„Ein bisschen wie Superman“ fühlte sich die damals 23-Jährige und zog folgendes Fazit: „Elektroräder machen es jedem möglich, auch bergige Gegenden mit dem Rad zu erkunden oder längere Strecken zurückzulegen. Besonders für kürzere Strecken im Stadtgebiet sind die Räder eine echte Alternative. Der Motor nimmt die Angst vorm Berg. Und davor, vielleicht auf halber Strecke schlapp zu machen. Egal ob Mühlendorf, Burgberg, Bergstraße oder Nettenscheid: Das Fahrrad hat mich nicht im Stich gelassen und mich nahezu schweißfrei von A nach B befördert.“ - ben.-

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare