„Polizist ist für mich ein Traumberuf“

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Andreas Schober an seinem Schreibtisch in der Wache an der Marktstraße. ▪

ALTENA ▪ Wenn im Umfeld der Polizeiwache an der Marktstraße 3 ein Fiat 500 Nuova parkt, dürfte der neue Polizeichef mit seinem „Lieblingsauto“ in die Burgstadt gekommen sein. Andreas Schober, der bekanntlich seit Pfingstmontag neuer Wachenleiter am Ort ist, besitzt nämlich eine solche „Knutschkugel“, Baujahr 1972, aus Italien.

Das liebevoll restaurierte kleine Gefährt hat stattliche 18 PS und „echte 500 Kubikzentimeter Hubraum“, wie Schober feststellt. Deshalb verzichtet er bei dem 42 Jahre alten Fahrzeug auch auf das obligatorische H-Kennzeichen, mit dem sich historische Fahrzeuge ab 25 Jahre schmücken dürfen. Die Halter sparen ein paar Euro, weil die Steuern nach Kubikzentimetern berechnet werden. „Das macht ob der 500 Kubik einfach keinen Sinn“.

Und wenn es seine Zeit zulässt, kurvt Schober auch schon mal auf einer Honda Shadow durch die Gegend. Die hat mit 600 Kubikzentimetern Hubraum deutlich mehr Kraft, als der kleine Fiat, den die Italiener in dieser Form und Baureihe von 1957 bis 1975 gefertigt haben. Wer jetzt aber darauf schließt, einen Draufgänger vor sich haben, liegt falsch.

Familienvater Andreas Schober ist 51 Jahre alt und hat einen 23-jährigen Sohn und eine 21-jahre alte Tochter. Gebürtig stammt er aus Wickede/Ruhr, wohnt heute aber in Fröndenberg/Ruhr.

Altena kennt er gut – schon aus seiner vergangenen Tätigkeit als Dienstgruppenleiter auf der Leitstelle der Polizei in Iserlohn. Hier hatte er häufig Kontakt zu Mitarbeitern aus der Burgstadt. „Entweder persönlich, oder auf dem Funkweg“, wie er feststellt.

31 Jahre lang ist Schober heute bereits Polizeibeamter. „Das ist für mich der Traumberuf schlechthin“, kommt er immer noch ins Schwärmen. „Ich mag es, mit Menschen zu tun zu haben. Man trifft auf alle Schichten, hat einfach unendlich viele Möglichkeiten.“

Die sieht er für sich beruflich auch in Altena. „Die Stelle ist attraktiv, eine Wachenleitung schwebte mir schon immer vor“, sagt er zur Bewerbung um den Posten in der Burgstadt.

Der Hauptkommissar, an den vier silbernen Sternen auf der Uniform zu erkennen, schloss 1992 sein Studium an der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung in Dortmund ab und trägt den Titel „Diplom-Verwaltungswirt“, für einen Polizeibeamten, der aus dem mittleren in den gehobenen Dienst früher aufstieg, war das typisch.

Ein wenig umstellen muss er sich aktuell aber schon, was den neuen Tagesablauf nach der Versetzung nach Altena angeht. Ab sofort ist Andreas Schober „raus aus dem Wechseldienst“, muss zum rein operativen Dienst, der in Iserlohn im Vordergrund stand, auch „adminstrative Dinge erledigen.“

Die Kollegen in Altena hätten ihn nett und freundlich aufgenommen, die Stadt selbst sei von Fröndenberg aus gut erreichbar und ja auch Sauerland.

Und wenn es doch mal etwas Ärger gibt, Stress im Berufsalltag oder einfach ein anstrengender Dienst absolviert ist: Dann geht Andreas Schober auf den Fußballplatz. „Ich trainiere eine Frauenmannschaft beim TuS Wickede.“ Hier gehört übrigens auch die Tochter zum Team. Fußball ist und bleibt eben ein perfekter Stress-Katalysator. ▪ job

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