Alwewo-Flohmarkt lockt wieder Tausende

ALTENA ▪ Kein einziges Geschäft offen – und trotzdem war der 3. Oktober auch diesmal der verkaufsstärkste Tag des ganzen Jahres. Der Alwewo-Flohmarkt lockte nämlich erneut tausende von Menschen in die Innenstadt.

Los ging‘s eigentlich schon am Samstagabend – „die besten Plätze sichern“ lautete die Devise, etliche bauten bereits ihre Stände auf. Nötig gewesen wäre das nicht: Es kamen längst nicht so viele Verkäufer wie in vergangenen Jahren, Platz war am Sonntag noch genug.

Nächtlche Rangelei

Die nächtliche Flohmarkt-Party geriet diesmal etwas aus den Fugen: Es gingen Tische zu Bruch, es gab auch einzelne Rangeleien. Zwischen 3 und 4 Uhr morgens musste die Polizei eingreifen, um die Nachtruhe für die Anwohner wiederherzustellen und den ein oder anderen Streithammel zu beruhigen.

Mit Beginn der Morgendämmerung wurde es dann ernst: Die ersten Kunden kamen – wie immer zuerst die Profis, die sich auf Trödelmärkten dieser Größenordnung auf die Suche nach Raritäten machten. Wenig später folgte die normale Laufkundschaft, deren Band bis zum späten Nachmittag nicht abreißen sollte.

Parkplätze werden knapp

Das sorgte recht schnell für Probleme auf den Parkplätzen. Im Innenstadtbereich war schon gegen 9 Uhr früh nichts mehr zu finden, auch Langer Kamp und Stadtwerke waren schnell belegt. Selbst in der Tiefgarage unter dem Fritz-Berg-Haus, in der sonst eher gähnende Leere herrscht, war kein Platz mehr frei. Einsichtige Autofahrer parkten weit abseits des Zentrums, zum Beispiel auf dem ACO-Parkplatz, Andere zogen es vor, ihr Auto verkehrsbehindernd abzustellen. Polizei und Ordnungsamt waren nonstop unterwegs, um das zu unterbinden.

Der Stimmung tat das keinen Abbruch: Gesehen und gesehen werden lautete das Motto, man kam, sah und staunte, was Herr Meier und Frau Schulze so zu bieten hatten. So genau wisse sie das vorher gar nicht, gestand Christel Neuhaus – sie nimmt vor dem Flohmarkt-Tag allerlei Kisten von Bekannten in Empfang und lässt sich beim Aufbau ihres Flohmarktstandes überraschen, wie das Angebot in diesem Jahr wohl aussehen mag. Andere gingen systematischer vor – ein Gang über den Flohmarkt zeigte, dass im Vorfeld manches Kinderzimmer gründlichst durchforstet worden war und 12-Jährige sich endlich von ihren Benjamin-Blümchen-Videos zu trennen hatten. „Aber wer kauft schon noch Videos“ seufzte eine der vielen Mütter, die diese Kinderkultstreifen der späten 80er Jahre im Angebot hatten.

Verkauf durchwachsen

Recht unterschiedlich waren die Angaben darüber, wie der Verkauf gelaufen ist „Gut“, strahlten zwei junge Frauen – „wir verkaufen Dinge, von denen wir nie gedacht hätten, dass die jemand haben will“. „Die meisten gucken nur“, klagte hingegen ein anderer Standbetreiber.

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