Langwaffen und Revolver einkassiert

Altena: Waffenfund in Mietwohnung

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Waffen wie diese, wurden in der Wohnung gefunden.

Altena - Polizei und Ordnungsamt haben in einer Wohnung am Pragpaul eine größere Anzahl von Schusswaffen beschlagnahmt. Das bestätigte die Kreispressestelle der Polizei auf Anfrage. Der Vorfall liegt bereits gut zwei Wochen zurück und wurde bisher geheim gehalten.

Bei der Besitzerin der Waffen handelt es sich um eine ältere Frau mit einem Messi-Syndrom. Ihr Hang, nichts wegzuwerfen, führte im Laufe der Zeit zu Problemen mit den Nachbarn. 

Wohnungsinhaberin schaltete auf stur

Die Altenaer Baugesellschaft (ABG) als Vermieterin der Wohnung versuchte zunächst, Hilfe zu organisieren. Sie sprach mit Verwandten der Frau und schaltete einen Sozialdienst ein. Der organisierte eine Putzfrau, die aber an ihre Grenzen stieß – die Wohnungsinhaberin schaltete auf stur, wenn sie sich von Dingen trennen sollte. 

Die Baugesellschaft sah sich schließlich zur fristlosen Kündigung gezwungen. Dazu gab es eine Gerichtsverhandlung, in deren Verlauf die Seniorin damit drohte, im Fall einer Zwangsräumung zur Waffe zu greifen. Diese Drohung nahmen Polizei und Ordnungsamt sehr ernst. 

Beamten entdeckten 14 Gewehre

Sie wussten, dass die Frau Waffen hatte, weil sie eine Waffenbesitzkarte verfügte. Folglich wurde ihr ein Besuch abgestattet. Bei der Durchsuchung ihrer Wohnung entdeckten die Beamten 14 Gewehre, mehrere Revolver und scharfe Munition – wesentlich mehr Waffen, als sie hätte haben dürfen. 

Das Arsenal wurde beschlagnahmt. Wie es jetzt weitergeht, entscheidet die Staatsanwaltschaft. Polizeipressesprecher Dilling geht davon aus, dass es ein Verfahren wegen Verstoßes des Waffengesetzes geben wird. 

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