Freundschaftsdienst im Wald: Schützen pflanzen tausende Bäume

Schützen der FWG pflanzen Bäume unterhalb des Hegenscheids.jpg
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Schützen der FWG pflanzen Bäume unterhalb des Hegenscheids.jpg

Eine Hand wäscht die andere: Nach diesem Motto haben die Schützen der Friedrich-Wilhelm-Gesellschaft aus Altena besonderes Engagement gezeigt - und zwar im Wald.

Altena/Nachrodt-Wiblingwerde – Rund 50 Vorstandsmitglieder der einzelnen Kompanien trafen sich, um an mehreren Stellen in Altena und Nachrodt-Wiblingwerde etwa 2300 Setzlinge zu pflanzen – ein Baum für jedes FWG-Mitglied.

„Wir können nur einen kleinen Beitrag leisten“, sagt Hauptmann Klaus Hesse zur Aktion. „Aber es ist zumindest ein Zeichen, dass wir unsere Freunde nicht im Regen stehen lassen.“ Die Freunde, das sind die heimischen Waldbauern, die der FWG stets beim Schützenfest unter die Arme greifen und ihnen die Birken zum Schmuck der Straßen Altenas sowie Tannen für die Ehrenpforten zur Verfügung stellen. „Ehrensache, dass man auch hilft, wenn der andere mal Unterstützung benötigt und etwas für den anderen tut, wenn es ihm nicht so gut geht“, sagt Hesse.

Hauptmann Hesse: „Schlimm, wie Altenas Wälder aussehen“

Und die Waldbauern brauchen dringend Hilfe. Mehrere trockene Sommer in Folge und Schädlinge wie der Borkenkäfer setzen dem Wald – und somit auch der wirtschaftlichen Existenz der Waldbauern – erheblich zu. „Es ist schlimm, wie Altenas Wälder aussehen und was der Borkenkäfer dort angerichtet hat“, sagt der Hauptmann. Große Flächen im Stadtgebiet sind kahl oder stehen voller toter Fichten.

Darum haben sich die Schützen entschieden zu helfen. Der geschäftsführende Vorstand ging aktiv auf die Waldbauern zu, bot die Pflanzaktion – und stieß auf große Begeisterung. Die Vorstandsmitglieder der Kompanien Rahmede und Kelleramt packten Spaten, Schaufel und Handschuhe ein und pflanzten am Hof Tacke in Nachrodt-Wiblingwerde Edeltannen, der Vorstand der Kompanie Mühlendorf und der Kompanie Freiheit setzten oberhalb des Hegenscheider Wegs junge Rotbuchen in die Erde, und Mitglieder des Vorstands der Kompanie Nette pflanzten am Nettenscheid neue Eichen, Douglasien und Weißtannen.

Schutz ist „traditionelle Aufgabe“ der Schützen

Dass sich gleich so viele Vorstandsmitglieder unentgeltlich zum Arbeitseinsatz bereit erklärten, sei gerade in Zeiten der Corona-Pandemie bemerkenswert, meint Hesse. „Wir wollten nicht nur darüber reden, sondern auch richtig etwas tun. Ziel muss es sein, unseren heimischen Wald durch die Wiederaufforstung zu schützen.“ Denn der Schutz Altenas und seiner Bürger „ist nun einmal unsere traditionell wichtigste Aufgabe.

Die Trockenheit führte in Altena zudem zu einem heftigen Waldbrand. Die Feuerwehr war mehrere Tage gefordert.

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