Altenas neuer Bahnhof: Barrierefrei mit 2 Aufzügen

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Roland Balkenhol vor den Bahnhofsplänen.

ALTENA - Modernisierungsoffensive 2.NRW ist der Arbeitstitel, hinter dem ein weiteres Millionen-Invest in Altena steht. Stadtplaner Roland Balkenhol ist mit seinem Team derzeit dabei, in Sachen Bahnhofs-Umbau alle Weichen Richtung Umgestaltung zu stellen.

Eigentlich sollte schon in den neunziger Jahren in den Bahnhof investiert werden. Daraus wurde nichts, Balkenhol ist froh, dass Altena wenigstens bei „Step zwei“ der Modernisierungsoffensive an einer der ersten Stellen steht. Geht alles nach Zeitplan, dürften bereits im Mai 2011 die Arbeiten beginnen. Kernpunkte der Bahnhofsumgestaltung, die in Verantwortung der Deutschen Bahn, aber in enger Abstimmung mit der Stadt Altena stattfindet, sind drei Dinge:

Bahnsteige abgesenkt

1. Der Bahnsteige wird barrierefrei gestaltet, muss deshalb teilweise um 38 Zentimeter angehoben werden.

2. Die Bahn baut zwei Aufzüge. Einen direkt am Bahnhof in einer neuen Unterführung und einen weiteren an der Bahnhofstraße.

3. Das von der Stadt am Bahnhof erworbene Gelände wird nach und nach erschlossen und soll in der Endphase eine Fußgängerbrücke Richtung Markaner erhalten. „Dann gäbe es eine direkte Anbindung an die Innenstadt“, sagt Balkenhol.

Besonders mit dem neuen Stadtgelände hat die Kommune selbst noch viel vor. Da ist zum einen der Radweg, der hier angelegt wird und zum zweiten dürfte auch die direkte Vernetzung mit der Innenstadt dafür sorgen, dass der schienengebundene Nahverkehr eine deutliche Aufwertung erhält.

Roland Balkenhol rechnet alles in allem bei dieser um die fünf Millionen Euro teuren Maßnahme mit einer Bauzeit von „rund zwei Jahren. Da gibt es halt noch einige Unwägbarkeiten.“

Die neue Unterführung von der Bahnhofstraße ersetzt den bisherigen Durchgang und macht dann auch die komplizierten Wege auf dem Bahnsteig überflüssig. Natürlich wird dieser Tunnel, von vielen ob seines nicht immer angenehmen Geruchs gerne gemieden, komplett verfüllt.

Unterführung verfüllen

Wichtig erscheint der Stadt aber auch, dass die Unterführung auch unter dem zweiten Gleis hindurchführt. So ist wirklich der ganze Bahnhof erheblich besser erreichbar und erschlossen, als bisher.

Balkenhol wird schon in Kürze die Pläne der Deutschen Bahn – die Finanzierung übernimmt übrigens das Land NRW – den Bürgern vorstellen. Die können dann im Informationsbüro 2015 an der Lennestraße direkt eingesehen werden.

von Johannes Bonnekoh

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