Herzlicher Abschied von Wolfgang Friess

Blumen, Applaus und lobende Worte: Der Rat verabschiedete am Montagabend Wolfgang Friess.  Foto: Bender

Altena - „Darf ich Sie mal drücken?“, fragte Inge Harneid vom Kindergarten Knerling. Sie durfte – und so kam Wolfgang Friess am Montag (1. September) im Rat nicht nur in den Genuss vieler Blumen, Geschenke und lobender Worte, sondern auch einer Umarmung.

Genau genommen waren’s sogar zwei: Auch Bürgermeister Dr. Andreas Hollstein nahm den ausscheidenden Fachbereichsleiter für Jugend und Soziales herzlich in den Arm, nachdem er ihn in hohen Tönen lobte. Als „fachkundig und führungsstark“ habe sich der 60-Jährige in den gut 35 Jahren erwiesen, die er im Rathaus tätig gewesen sei. Es sei Friess stets darum gegangen, nicht nur zu verwalten, sondern auch gestalten. Der Bürgermeister erinnerte an das große Engagement, mit dem Friess und seine Mitarbeiter sich schon vor rund 20 Jahren darum bemühten, Sozialhilfeempfänger in den „ersten Arbeitsmarkt“ zurückzuführen. „Damals war fördern und fordern noch die Ausnahme“, sagte Hollstein.

„Je näher der Tag kommt, desto wehmütiger blickt man zurück“, gestand Friess und versprach, „der Stadt weiterhin sehr verbunden zu sein“. Er dankte den Politikern, mit denen die Zusammenarbeit auch dann, wenn Positionen unterschiedlich waren, „immer fair gewesen“ sei. Besonders hob er allerdings die freien Träger heraus, insbesondere die der Kindergärten: „Wir haben zusammen eine Kindergartenlandschaft geschaffen, die sich sehen lassen kann“, sagte er den Vertretern von Kirchen, Awo und Johannitern, die allesamt zu seiner Verabschiedung erschienen waren.

Einige Überraschungen brachte die Zusammensetzung der Ausschüsse mit sich, über die im Rat abgestimmt wurde. Darüber hatte es im Vorfeld interfraktionelle Gespräche gegeben, die von dem Willen geprägt waren, auch Bernhard Diel (FDP) und Ulrich Biroth (SDA) trotz ihres Status als „Einzelkämpfer“ ohne Fraktionsstatus einzubinden. So wurde der Hauptausschuss auf 18 Sitze vergrößert, damit beide darin Sitz und Stimme haben können. Außerdem bleibt Diel auch in den kommenden sechs Jahren Vorsitzender des Betriebsausschusses. Zwei Ausschussvorsitze gehen an die SPD und drei an die CDU - plus der Hauptausschuss, dessen Vorsitzender automatisch der Bürgermeister ist, sowie der Jugendhilfeausschuss, dessen Vorsitzender dort gewählt wird. Vorgeschlagen wird für das Amt Uwe Kober.

Ein weiteres Thema war die Zusammenlegung der Bauhöfe von Altena und Nachrodt-Wiblingwerde, die jetzt in trockenen Tüchern ist: Neben dem Altenaer Rat stimmte auch der parallel tagende Gemeinderat von Nachrodt-Wiblingwerde für den Abschluss der entsprechenden Vereinbarung. - Thomas Bender 

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