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Viele Ukrainer besuchen erstes Begegnungscafé

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Von: Hildegard Goor-Schotten

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Mit ihren Plüschtieren hatten die Kinder aus der Ukraine viel Spaß © Goor-Schotten, Hilde

Kommen zehn oder hundert? So ganz genau wussten Anette Wesemann und Esther Szafranski nicht, was sie erwartet. Offen hatten sie alle ukrainischen Flüchtlinge in der Stadt zu einem Begrüßungscafé in Dahle eingeladen. Die Resonanz zeigte ihnen: Es war eine gute Idee.


Altena - Schon um 15.30 Uhr war am Donnerstag der Saal der Ev.-Freikirchlichen Gemeinde in Dahle gut gefüllt, und es kamen noch mehr Gäste. Am Ende mussten noch Stühle herangeholt werden: Rund 70 Menschen, in der Mehrzahl jüngere Frauen und Kinder, saßen zusammen und genossen die Waffeln, die die Gemeindemitglieder vorbereitet hatten.

Freikirchliche Gemeinde stellt Raum zur Verfügung

„Die Idee, ein Treffen für die Flüchtlinge zu organisieren, haben wir schon von Beginn an gehabt. Es fehlte da noch an Raum und Zeit“, berichtete Anette Wesemann, bei der Stadt verantwortlich für das bürgerschaftliche Engagement. Über die Zusammenarbeit im Stellwerk brachte Esther Szafranski ihre Gemeinde in Dahle ins Spiel: „Lass uns das bei uns machen. Wir kümmern uns.“

Es sollte ein Begegnungscafé sein für die Menschen aus der Ukraine, die in Altena gelandet sind. Rund 130 sind gemeldet, sagte Anette Wesemann. Noch immer sei das Ganze etwas unkoordiniert, weil vieles privat organisiert werde. „Die Menschen sollen sich kennenlernen, sich vernetzen und ins Gespräch kommen. Das kann in der schwierigen Situation sehr helfen“, meint sie. Sie möchte eine Whatsapp-Gruppe aufbauen, in der man sich gegenseitig erreichen und unterstützen und Infos weitergeben kann.

Whatsapp-Gruppe wird aufgebaut

Ein Anfang wurde beim Begegnungscafé mit entsprechenden Listen gemacht, die ausgefüllt wurden. Auch das ins Gespräch kommen klappte schnell. Nach den ersten eher ruhigen Minuten wurde es nach der Begrüßung durch Esther Szafranski schnell munter und lebhaft im Gemeindesaal. Nur die Verständigung mit den „Kümmerern“ ist noch schwierig. Wenige Hände gingen nach oben, als nach englischen Sprachkenntnissen gefragt wurde. Unterstützung gab es von Helfern wie Olga Goseberg, die zurzeit in Dahle wohnt und aus Belarus stammt und so mit übersetzen konnte.

Einiges konnte am Nachmittag schon geklärt werden. So informierte Anette Wesemann über das Angebot, dass Schulmaterialien für die Kinder zur Verfügung stehen. Und auch die Frage, was man macht, wenn der Pass im MVG-Bus verloren geht, konnte beantwortet werden.

VDM-Werksfeuerwehr kommt mit Trosthunden

Ganz ohne Sprache kamen Patrick Brachthäuser und Bernd Duske von der VDM-Werksfeuerwehr aus. Sie hatten ein Rudel „Trosthunde“ dabei, die erst etwas scheu, dann aber umso begeisterter von den Kindern ins Herz geschlossen wurden. Bei der Belegung der von VDM zur Verfügung gestellten Werkswohnungen für die Geflüchteten hatte es für die Feuerwehrleute nicht viel zu tun gegeben, da sie vollmöbliert waren. Mit ihrer Kuscheltierspende konnten sie jetzt noch auf einem anderen Weg helfen.

Der siebenjährige Glap und sein zwei Jahre jüngerer Bruder Boris zum Beispiel ließen ihre Hunde gar nicht mehr los. Erst am Abend zuvor waren sie mit ihrer Mutter Marina aus der Ukraine zu ihrer

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