Untersuchungen an Fritz-Berg- und Pott-Jost-Brücke

Keine Kompromisse bei der Sicherheit: Altenas Brücken werden geprüft

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Viel Technik ist nötig, um die Brücken auf ihre Sicherheit zu prüfen. Im Bild ein Brückenuntersichtgerät, das sowohl an der Fritz-Berg- als auch an der Pott-Jost-Brücke zum Einsatz kommt. Die Kosten der Prüfungen gehen in die Tausende von Euro.

Altena - Alle Jahre wieder – das gilt insbesondere für die Prüfung von Brücken, die in der Baulast des Landesbetriebes Straßen.NRW liegen. Wie Andreas Berg als Sprecher bestätigte, sind in diesen Tagen Ingenieure und Techniker dabei, sowohl die Fritz-Berg- als auch die Pott-Jost-Brücke im Rahmen von Hauptprüfungen zu untersuchen.

Das bedeutet, dass jedes Bauteil der Brücken „handnah“ in den Blick genommen wird. Dabei kommen sowohl Hubarbeitsbühnen als auch Brückenuntersichtgeräte zum Einsatz. 

Vor Ort werden Abdeckungen von Bauwerksteilen, zum Beispiel Schutzhauben bei Seilen, Lagermanschetten, Schutzhüllen oder Schachtabdeckungen geöffnet. Bei beiden Baukörpern auf Altenaer Gebiet wird zudem, weil es sich um Konstruktionen mit sogenannten Hohlkästen handelt, neben der Prüfung von außen auch eine Innenschau durchgeführt.

Ingenieure und Techniker haben Brücken im Blick

Das geschieht alle sechs Jahre, drei Jahre später wird nochmals geprüft. Mit etwas weniger Aufwand, aber gleichfalls als Sichtprüfung aller Funktionsteile wie der Lager, Gelenke und der Übergangskonstruktionen sowie der Verankerungen. Dafür gibt es bundeseinheitlich eine sogenannte Brücken-Prüfnorm, die DIN-Regel 1076. Berg: „Werden Schäden festgestellt, werden sie so schnell wie möglich beseitigt. Die regelmäßige Begutachtung hilft dabei auch, Kosten zu sparen.“

Rund 80 Ingenieure und Techniker haben bei Straßen.NRW die Brücken dauerhaft im Blick. Unterstützt werden sie von Ingenieurbüros, die mit einem Auftragsvolumen von mehr als 1,5 Millionen Euro im Jahr für den Landesbetrieb Brückenprüfungen übernehmen.

Brücken haben Hälfte der Nutzungsdauer erreicht

Das mittlere Alter der Brücken, die in der Obhut von Straßen.NRW liegen, beträgt 38 Jahre. Viele haben damit die Hälfte ihrer Nutzungsdauer erreicht. Sie wird in der Regel, so sagt es die Erfahrung von Straßen.NRW, auf 80 bis 100 Jahre geschätzt. 

Berg: „Sollten Schäden auftreten, stufen wir zunächst die Brückenlast ab.“ Das Altenaer Ergebnis der Brückenchecks wird in einigen Tagen erwartet und natürlich im Bauwerksbuch elektronisch dokumentiert.

In diesen Abständen werden die Brücken geprüft

Alle sechs Jahre wird eine umfassend Hauptprüfung durchgeführt. Dabei werden alle - auch die schwer zugänglichen Bauwerksteile - in den Blick genommen. Drei Jahre nach der Hauptprüfung folgt die sogenannte Einfache Prüfung durch eine der Straßen.NRW-Niederlassungen. 

Hinter dem Begriff verbirgt sich eine intensive, erweiterte Sichtprüfung. Zusätzlich erfolgt zweimal im Jahr eine systematische Beobachtung. Bei besonderen Anlässen - zum Beispiel nach schweren Verkehrsunfällen oder nach einem Hochwasser - werden Sonderprüfungen durchgeführt. Jeder Schaden wird im Bauwerksbaum elektronisch dokumentiert. Es gilt dabei die Brücken DIN 1076.

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