Volkmar Hache öffnet zum Mühlentag sein Haus

Volkmar Hache hat in der Hamelsrolle viele alte Gerätschaften zusammen getragen.

Altena - Die Hamelsrolle in der Brachtenbeck ist ein Baudenkmal mit hohem Wohn-Wert. Davon können sich interessierte Altenaer am Pfingstmontag überzeugen.

Eigentümer Volkmar Hache öffnet an diesem Tag die Türen seines fast 300 Jahre alten Hauses und zeigt es allen, die sich für die Themen Wasserkraft und Denkmalsanierung interessieren. Anlass dafür ist der Mühlentag, bei dem bundesweit viele mit Wasser- und Windkraft angetriebene Anlagen ihre Pforten öffnen.

Dabei ist die Hamelsrolle streng genommen natürlich keine Mühle. Sie wurde 1738 als Drahtrolle errichtet und 1845 zu einem Wohnhaus umgebaut. Das oberschlächtige Wasserrad blieb allerdings erhalten und diente einer angrenzenden Kettenschmiede zum Antrieb von Rollfässern, in denen Ketten gereinigt wurden.

Vor etwa 30 Jahren hat Hache das Haus gekauft und es anschließend mit viel Eigenleistung saniert. Dabei legte er großen Wert darauf, möglichst wenig in die historische Substanz einzugreifen. Den Küchenboden zum Beispiel bedeckt bis heute ein uraltes Pflaster, das Badezimmer wurde in einem Schuppen untergebracht, der über eine Art Wintergarten an das Haus angebunden ist.

Wichtig war es Hache auch, dass wieder ein funktionsfähiges Wasserrad ans Haus kam – unterstützt wurde er dabei seinerzeit von der Lehrwerkstatt. Damit es sich auch drehen konnte, musste Hache in mühseliger Arbeit den rund 100 Meter langen Obergraben wiederherrichten. Gespeist wird die Anlage mit Wasser aus dem Brachtenbecker Bach, der einst gut ein Dutzend Drahtrollen mit zum Teil fantasievollen Namen wie „Rolle auf der harten Faust“ antrieb.

Nicht nur wegen des Wasserrades fällt Haches Baudenkmal übrigens ins Auge: Er hat seinen Garten im Stil eines alten Bauerngartens angelegt, der ebenfalls ein optischer Genuss ist.

Die Hamelsrolle ist am Pfingstmontag ab 10 Uhr geöffnet.

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