Ehemalige Firma Dahlmann, Loerweg: Außerordentliche Mitgliederversammlung

Altena: Förderverein vor Auflösung

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Blick in das Innere der ehemaligen Fabrik Dahlmann am Loerweg. Hier scheint die Zeit stillzustehen.

Altena - Die Ziele des „Fördervereins ehemalige Messingfabrik Dahlmann“ waren ambitioniert: Die mehr als 50 Mitglieder wollten das Industriedenkmal innen wie außen erhalten, so, wie es zurzeit besteht. Der Plan scheint nicht aufzugehen.

Für Dienstag, 12. September, hat nämlich der Vorsitzende des eingetragenen Vereins und Eigentümer des Objektes, Michael Laser, zu einer außerordentlichen Mitgliederversammlung eingeladen. 

Wenn die Förderer dann um 19 Uhr im Hotel am Markt in nichtöffentlicher Sitzung zusammen kommen, soll sich der Förderverein auflösen. 

"Lösung ist leider nicht verhandelbar"

In der Einladung an die Mitglieder heißt es wörtlich unter anderem: „In den zurückliegenden Monaten fanden zahlreiche Gespräche zwischen den Eigentümern der ehemaligen Messingfabrik Dahlmann und Vertretern des Fördervereins zu einer möglichen Nutzung der Räume durch den Förderverein statt. Eine Lösung, die den Ansprüchen des Fördervereins gerecht werden kann, ist leider nicht verhandelbar.“ 

Eine weitergehende Stellungnahme war von Vorstandsmitgliedern oder auch Jürgen Wagener, im Rathaus für die Denkmalpflege zuständig, nicht zu erhalten. 

Hinter vorgehaltener Hand, so sickerte immerhin nach zahlreichen Gesprächen durch, habe sich das Eigentümer- Ehepaar Angelka und Michael Laser immer wieder in der Öffentlichkeit mit Gerüchten herumplagen müssen, die sie als rufschädigend einschätzten. 

Bedeutung für Denkmal offen

Was das jetzt letzten Endes für das Denkmal unweit des ehemaligen Kölschen Joe bedeutet, ist offen. „Denkmalschutz ist kein Privatvergnügen“, hatte kurz vor Fördervereinsgründung noch Jürgen Wagener gemahnt und immer wieder in der Öffentlichkeit darum geworben, „ein einzigartiges Denkmal wie dieses zu erhalten.“ 

Ob jetzt Teile des komplett erhaltenen Maschinenparks veräußert werden dürfen und was überhaupt mit dem Denkmalschutz vereinbar ist und was nicht, das Thema bleibt spannend.

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