Altenaerin wollte an Bord der Costa Concordia gehen

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Elke Rohe: „Wir wollten am 11. Februar eine Woche ins westliche Mittelmeer aufbrechen.“

ALTENA - Die Meldungen, Fernsehberichte und Reportagen rund um das verunglückte Kreuzfahrtschiff Costa Concordia verfolgt Elke Rohe vom Holiday Land Reisebüro aus der Lennestraße 52 zur Zeit besonders aufmerksam. Die Reisekauffrau wollte nämlich – gemeinsam mit weiteren Burgstädtern – an Bord des Luxus-Liners gehen.

„Wir waren für den 11. Februar gebucht und hätten dann eine einwöchige Reise durch das westliche Mittelmeer gemacht“, erzählte sie auf Anfrage. Unter anderem wäre die Reisegruppe aus Altena Ziele in Frankreich, Spanien und Italien angelaufen, inclusive entsprechender Landausflüge.

Elke Rohe und ihr Ehemann Peter sind „alte Hasen“, was Kreuzfahrten angeht. „Ja, das machen wir sehr gern“, plaudert die Altenaerin etwas aus dem Nähkästchen. So befuhr sie gemeinsam mit ihrem Partner schon das westliche, östliche und südliche Mittelmeer oder schipperte über das Schwarze Meer. „Es hat uns immer super gefallen“, sagt die Fachfrau, die sich auch beruflich mit Kreuzfahrten bestens auskennt.

„Selbst nach dem bedauernswerten Unfall würde ich sofort eine Ersatzkreuzfahrt antreten und natürlich auf jedes Schiff gehen“, sagt Elke Rohe. Sie hat keinerlei Vorbehalte gegen diese Giganten der Meere, im Gegenteil: „Kreuzfahrten machen Spaß. Und daran hat sich nichts geändert.“

Die 2005 in Dienst gestellte Costa Concordia verfügte unter anderem über sieben Restaurants, einen großen Spa-Bereich sowie Bars, Kinos und Discotheken. „Wer will, findet an Bord rund um die Uhr Zerstreuung. Das Angebot ist auf solch großen Schiffen unglaublich vielseitig“, sagt Elke Rohe.

Wer es dagegen eine Nummer kleiner möchte – „es müssen halt nicht zehn verschiedene Bands auf den unterschiedlichen Decks sein“ – der finde sicherlich auch Freude an dieser Art von Urlaub auf wesentlichen kleineren „Pötten“. „Da ist das Unterhaltungsprogramm natürlich nicht so umfangreich. Und wer zu Hause keinen Sport treibt, wird sicherlich auch an Bord weder auf einen Tennisplatz gehen noch in ein Sportstudio.“

Was die Sicherheit der Gäste auf See angeht, vertraut die Altenaerin auf die jeweiligen Schiffs-Crews und das technische Know how dieser „kleinen Städte“ auf See. Sie hat deshalb keinen Geheimtipp, wo es auf Schiffen nach ihrer persönlichen Einschätzung am Sichersten ist.

„Wer natürlich jetzt von dieser Art Urlaub zurücktreten will, für den bringe ich schon Verständnis auf“, sagt die Burgstädterin. „Aber“, fügt sie an: „Wer in einen Zug steigt, mit dem Flieger unterwegs ist oder einfach nur mit dem Auto fährt, der kann auch in einen Unfall verwickelt werden. Sicher ist es so gesehen wohl nirgendwo.“

Jetzt wartet Elke Rohe auf ein Ersatzangebot für die gebuchte Reise von Costa Concordia-Eigner Costa Crociere vom Kreuzfahrtkonzern Carnival. Das US-Unternehmen gehört zu den Branchenriesen und besitzt unter anderem auch den deutschen Kreuzfahrt-Marktführer Aida. Sie sei schon gespannt, was ihr angeboten werde.

von Johannes Bonnekoh

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