Prüfungen starten am Burggymnasium Altena

Besonderes Abi im Corona-Jahr 

Abi-Jahrgang 2021 bei den Motto-Tagen am Burggymnasium Altena
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Abi-Jahrgang 2021 bei den Motto-Tagen am Burggymnasium Altena

Homeschooling, viel Hin und Her und nun das Abitur: Nicht einfach, aber auch nicht nur schlecht. Marlene Wolf (17) aus Altena spricht von ihren Erfahrungen zum Start der Prüfungen.

Für Marlene Wolf beginnt am Freitag die heiße Phase. Die angehende Absolventin des Burggymnasiums schreibt ihre erste Abiturklausur in Englisch. Auch in diesem Jahr läuft bei den Prüfungen coronabedingt vieles anders. Im Interview mit Maximilian Birke spricht die 17-Jährige über ihr Gefühl vor den Prüfungen, ihre letzte Phase im Schulleben und das, was ihr in der Corona-Zeit am meisten fehlt.

Wie fühlst Du dich so kurz vor dem Abitur?
Ich fühle mich auf meine Prüfungen gut vorbereitet und habe nicht das Gefühl, dass ich noch irgendwelche Wissenslücken habe. Dadurch, dass wir nach den Ferien noch Unterricht in unseren Abiturfächern hatten, konnten wir letzte Fragen gut klären.
Normalerweise wäre das nicht so, denn eigentlich ist der letzte Schultag immer vor den Ferien. Wir konnten also in Ruhe unsere Sachen durchgehen und E-Mails an die Lehrer schreiben, wenn uns noch Sachen unklar waren. Normalerweise darf man das nicht.
Ihr wart relativ lange im Homeschooling. War der Unterricht dadurch anders, vielleicht qualitativ schlechter?
Im ersten Lockdown war alles relativ chaotisch. Da hat man das Angebot als Schüler vielleicht auch noch nicht ganz so ernst genommen. Mit der Zeit haben sich aber alle mehr daran gewöhnt. Auch die Lehrer haben sich umgestellt. Meine Lehrer haben sich alle bemüht und ich habe wirklich gute Unterrichtsstunden gehabt. Gerade bei den jüngeren Lehrern, die sich noch etwas mehr mit der Technik auskennen.
Für die Leute, die in der Schule etwas ruhiger sind, war der Online-Unterricht sogar zum Teil von Vorteil. Dadurch, dass mehr Aufgaben abgegeben wurden, konnte man zeigen, was man kann. Mir ist aufgefallen, dass sich auch meine Noten im Online-Unterricht etwas verbessert haben. Das war also keinesfalls nur nachteilig.
Marlene Wolf (17), angehende Abiturientin am Burggymnasium in Altena
Ist der Unterricht zu Hause denn anstrengender?
Teilweise schon, ja. Gerade an Tagen mit acht Stunden fehlte einem zwischendurch ein Ausgleich. Natürlich gibt es Pausen, aber die sind nicht so erholsam, weil man sich nicht mit Freunden austauschen kann und auch keine Zeit hat, rauszugehen. Acht Stunden vor dem Bildschirm zu sitzen ist schon anstrengender als der Präsenzunterricht mit richtigen Pausen.
Wie lief die Abiturvorbereitung in der Freizeit? Konntet ihr euch in Lerngruppen treffen?
So wie im Unterricht gab es auch privat die Möglichkeit, sich anzurufen oder in einer Videokonferenz zu lernen. Freunde von mir haben das gemacht und soweit ich weiß hat es so gut funktioniert als würde man sich persönlich sehen.
Wenn es in der Schule Freistunden gab, konnte man sich auch da mit Abstand und Maske zusammensetzen. Ich selbst lerne aber lieber für mich, weil ich mich sonst von anderen schon mal verunsichern lasse.
Die Klausuren müsst ihr in diesem Jahr mit Maske schreiben. Wie ist das für Dich?
Die Masken sind inzwischen so zur Gewohnheit geworden, dass ich sie meistens gar nicht mehr merke. Bei den Vorabitur-Klausuren war das gar kein Problem. Nur wenn ich viel atmen muss, weil ich mich irgendwie anstrenge, finde ich die Maske störend.
Bei der mündlichen Prüfung könnte es deshalb vielleicht eine Beeinträchtigung sein. Allgemein halte ich die Maskenpflicht für richtig, egal wie groß der Prüfungsraum ist und wie viel Abstand man hält. Ich möchte mich nicht anstecken und in der letzten Klausurphase in Quarantäne.
Nach dem Abi ist Deine Schulzeit offiziell vorbei. Was hat Dir durch Corona am meisten gefehlt?
Traurig war, dass man sich in den letzten anderthalb Jahren kaum gesehen hat. Zum Glück konnten wir wenigstens zum Ende hin wieder ein bisschen was zusammen in der Schule machen. Toll war, dass wir mit Maske sogar drei Mottotage in der Schule hatten und noch ein paar Fotos zusammen machen konnten.
Ob unser Abiball stattfindet, steht noch nicht fest. Eine große Feier ist schwierig. Außerdem wollten wir in der Schützenhalle in Lüdenscheid feiern, aber die ist ja zum Impfzentrum umgebaut. Schade war auch, dass die Kursfahrt in der elften Klasse ausfallen musste. Vielleicht holen wir das alles noch nach, wenn es wieder geht.

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