Am liebsten Aprikosensenf

Trude Herling: Am liebsten Aprikosensenf

Reisen erweitert den Horizont: Nach einem Urlaub in Südafrika stieg Trude Herling in die Senfproduktion ein.

Altena - Von einer Reise nach Südafrika hat Trude Herling ein ganz besonderes Hobby mitgebracht: Sie macht Senf selbst. Ihr und der Reisegruppe habe man zu den Mahlzeiten einen Senf gereicht, der mit Aprikosen verfeinert war.

„Das war einfach köstlich, so ganz anders, als ich bis dahin Senf kannte. Da bin ich wohl auf den Geschmack gekommen...“, sagt die Frau und zeigt auf eine ansehnliche Zahl von kleinen Gläschen mit bräunlichem Inhalt.

„Viele Menschen“, so sagt sie, kennen unseren herkömmlichen Senf nur aus Tuben, Gläsern oder kleinen Tontöpfchen, sprich als fertigen Senf. Er wird eben gerne und fast in jedem Haushalt zum Verfeinern oder Würzen vieler Gerichte verwendet.“ Ihre Erfahrung: Die wenigsten wüssten, wie eine Senfpflanze aussehe und dass die Körner die Samen einer wilden Kohlart seien. Gemahlene gelbe Senfkörner gibt es im Supermarkt (meist in 100 Gramm Päckchen) oder im Reformhaus beziehungsweise in der Apotheke. Dort sind meist auch die schärferen, ungemahlenen schwarzen Körner als Kiloware zu erhalten. „Das Wissen um all diese Dinge habe ich mir auch erst angeeignet“.

Das einfache Basisrezept besteht aus neben den Senfkörnern aus Essig, Wasser, Zucker und Salz. Hinzu kommen Geschmackszutaten wie zum Beispiel Honig, Wein oder Kräuter. An Küchengeräten werden eine Küchenmaschine zum Zerkleinern der Senfkörner oder eine elektrische Kaffeemühle benötigt sowie natürlich ein Mixer oder Rührstab. Schon durch die Auswahl und das Verhältnis von weißem zu schwarzem Senf, den Mahlgrad der Körner und dem verwendeten Most oder Essig, entstehen ganz unterschiedliche Geschmacks- und Schärferichtungen sowie Konsistenzen.

Ist die Senfpaste dann fertig, sollte sie abschließend in ein verschließbares Glas gegeben werden und im Kühlschrank oder an einem kühlen Ort noch ein paar Tage ziehen, damit sich der Geschmack richtig entfalten kann. Trude Herling: „Je länger der Senf reifen kann, desto voller wird sein Geschmack“. Noch ein abschließender Tipp der Senfmacherin: „Aprikosensenf behält sein Aroma lange, wird er kühl und trocken gelagert. Für mich selbst schmeckt besonders dieser selbst produziert Frucht-Senf einfach deutlich aromatischer und schmackhafter, als der industriell hergestellte. Gut, man benötigt etwas Übung, aber dann hat man auch ein beliebtes Geschenk für Familie oder Freunde und für seinen ganz persönlichen Speiseplan...“

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