Austauschprogramm

Altenaerin macht Auslandsjahr in Ecuador und schreibt darüber

An die dünne Luft in der Höhe musste Jana Lea sich erst gewöhnen.

Altena/Ecuador - Für Jana Lea Cappellacci führte der Weg nach dem Abitur nicht direkt in Studium oder Ausbildung, sondern direkt nach Ecuador. Seit Ende August ist die junge Altenaerin im Auslandsjahr dort und wird Anfang Juli 2019 wieder nach Hause fliegen.

Ein interessanter Grund für diesen Schritt war auch ihr Alter: „Da ich zum Zeitpunkt meines Schulabschlusses gerade erst 17 Jahre alt geworden war, und erst im kommenden April volljährig werde, wollte ich nicht direkt studieren gehen, da ich so immer die Unterschrift meiner Eltern für alles Mögliche gebraucht hätte.“ So meldete sich Jana Lea Cappellacci über das Schüleraustauschprogramm von Rotary für ein Auslandsjahr an.

Ein Ausflug zum Amazonas.

Üblicherweise nehmen Schüler der zehnten oder elften Jahrgangsstufe solche Gelegenheiten wahr, doch auch damals war die Schülerin noch zu jung, weil sie eine Klassenstufe übersprungen hatte. Die Rotarier erwiesen sich allerdings als flexibel und boten ihr an, dann eben nach dem Abitur zu reisen. 

Der Rotary-Club der Lenneschiene hat zwei jungen Leuten in diesem Jahr ein Abenteuer ermöglicht. Im Gegenzug hat Familie Cappellacci in Altena zunächst eine junge Taiwanesin aufgenommen und beherbergt nun einen Mexikaner im Zimmer ihrer Tochter.

Mexikanerin in Altena zu Gast

Es ist üblich, dass die Gastfamilien zwei bis drei Mal getauscht werden. Jana Lea hat innerhalb ihrer temporären Heimatstadt Latacunga auch schon einmal ihren Wohnort gewechselt. Über ihren Aufenthalt berichtet sie: „Das Auslandsjahr bietet mir ungeahnte Möglichkeiten und ich konnte bereits viele unvergessliche Erfahrungen sammeln. 

Ich gehe hier ganz normal in die Schule und habe die Möglichkeit die Kultur hautnah kennenzulernen. Es gibt natürlich viele Unterschiede zu Deutschland, aber ich finde gerade das ist das Interessante an solch einem Austausch. Ich lebe hier im Hochgebirge auf gut 2800 Höhenmetern umgeben von mehr oder weniger aktiven Vulkanen. 

Besonders die dünne Luft hier oben war am Anfang eine ziemliche Umstellung, aber ich bin um jede Herausforderung froh, denn nur so kann ich etwas dazulernen. Zudem veranstaltet der Rotary-Club hier vor Ort regelmäßig Hilfsaktionen.

Spannende Erfahrungen

Ich konnte bereits dabei mithelfen und dadurch eine Menge spannende Erfahrungen sammeln. Zu Weihnachten haben wir in einer kleinen Schule in einem sehr abgelegenen Gebirgsdorf Geschenke verteilt und damit den armen Kindern ein Lächeln aufs Gesicht gezaubert.

Der Regenwald ist faszinierend.

Wir haben ihnen zudem auch Kleidung mitgebracht und verteilt. Dort oben gab es nicht einmal fließendes Wasser. Die zweite Aktion haben wir mit Unterstützung von zehn Amerikanern organisiert. Die Augenärzte sind extra nach Ecuador gekommen und haben hier an vier Tagen kostenlos über 2000 Menschen untersucht. Wann immer es möglich war, haben sie kostenlos passende Brillen verteilt. Es war erstaunlich zu sehen, wie viel Lebensqualität man einzelnen Menschen damit zurückgeben konnte mit so etwas Simplem wie einer Brille.“

Regelmäßige Blogs

In zwei verschiedenen Blogs hat Jana Lea Cappellacci ihre Erfahrungen aufgeschrieben und lässt ihre Familie, Freunde und Bekannte gerne an ihrem aufregenden Lebensabschnitt teilhaben. 

Zu finden sind die Blogs hier und hier

Dort lädt die Altenaerin regelmäßig neue Beiträge hoch und berichtet über Erlebnisse, Schwierigkeiten „und über das, was mir gerade so durch den Kopf geht. Ich finde gerade in der heutigen Zeit ist es, wichtig zu zeigen, dass Menschen aus aller Welt auch einfach nur Menschen sind. Kultureller Austausch ist meiner Meinung nach wichtig, damit wir uns besser verstehen und Missverständnisse vermeiden können. Liebe Grüße an Altena aus dem fernen Ecuador! Jana Lea Cappellacci.“

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