130 Altenaer Wünsche gehen in Erfüllung / Ordnungsamt bedenkt Obdachlose

Wunschbaumaktion ist ein riesiger Erfolg

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Das Team des Altenaer Wunschbaums 2018: Lisa Engstfeld, Samira Lorsbach, Dany Becker, Anette Wesemann und Nadja Mehari v.l. Hinten: Michael Sonntag und Stefan Wille vom Ordnungsamt. Sie beschenken Heilig Abend Obdachlose.

Altena - Um die Weihnachtszeit auch für Altenaer Familien zu erhellen, denen es schwer fällt, ihren Kindern einen Weihnachtswunsch zu erfüllen, rief das Integrationsbüro eine Wunschbaumaktion ins Leben. Die Resonanz übertraf alle Erwartungen.

„Wir müssen uns einfach nur herzlich bedanken“, sagte Anette Wesemann als Sprecherin des Teams.

Genau 130 Geschenk-Wunsch-Zettel hatte das Team, bestehend aus Samira Lorsbach, Dany Becker, Lisa Engstfeld, Nadja Mehari und Anette Wesemann an einer zwei Meter großen Tanne im Rathaus-Foyer angebracht. 

Zettel, auf denen vorwiegend Kinder Wünsche bis zu einer Größenordnung von etwa 15 Euro äußern konnten. „Alle, wirklich alle, konnten ein Geschenk abholen“, freut sich das Team. Und es schöne Geschichten, um diese Hilfsaktion zu erzählen. Etwa die einer älteren Dame, die selbst keine Enkelkinder hat, aber früher für ihre Tochter Spielzeug aussuchte. 

Liebevoll eingepackte Pakete auf dem Abholtisch in der freiheit26. Die Organisatoren sagen allen Spendern herzlichen Dank.

„Sie hat sich so gewünscht, mal wieder eine Puppe zu kaufen“, erzählt Anette Wesemann. „Sie war einfach begeistert von ihrem Besuch in einem Spielwarengeschäft und hat ihre Puppe sehr, sehr liebevoll verpackt.“ So wie übrigens alle Schenker.„Das war durchweg fantasievoll und liebevoll“, sagt das ganze Team. Dass die Geschenke-Tanne im Rathaus-Foyer stand, hat übrigens niemanden abgehalten, zu spenden. Zwar liegt das Rathaus nicht gerade gehfreudig und es sind sogar noch zig Treppen zu überwinden, um dann endlich vor dem Baum zu stehen, „das war aber für niemanden ein Problem.

Zudem hatten wir den Service eingeführt, dass sich auch Personen telefonisch melden konnten und die Helfer des Christkindes ihre Geschenke sowohl im Rathaus als auch in der Stadtbücherei abgeben konnten“, bilanziert Lisa Engstfeld. Erstmals gab es in diesem Jahr auch Geldspenden. 

„Dafür sind wir sehr dankbar“, so die Frauen, die die Aktion getragen haben. Denn von diesem Geld kauften sie in Absprache mit dem Team vom Ordnungsamt noch Nahrungsmittel und ebenfalls kleine Geschenke ein. Michael Sonntag und sein Kollege Stefan Wille holten sie gestern in der Begegnungsstätte freiheit26 ab und werden sie Heiligabend an Obdachlose weiterleiten. 

Auch im kommenden Jahr soll es einen Wunschbaum geben. Dann möchte man aber noch andere Wege gehen. „Wir sind voller Ideen“, sagte das Team, ohne sich aber schon in die Karten fürs kommende Jahr sehen zu lassen.

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