Altenaer wollen nicht auf‘s Frühstücks-Ei verzichten

Eiermann Frank Obermeit kommt aus Hagen. Vielleicht stellt er seinen Verkauf bald auf Bio-Eier um.

ALTENA - Die gute Nachricht des NRW-Umweltministeriums, dass beim aktuellen Eier-Dioxin-Skandal keine Höfe im Märkischen Kreis mit belastetem Futter beliefert worden sind, kannten sowohl Markthändler Ralf Moritz, als auch sein Kollege Frank Obermeit.

Beide boten gestern wie gewöhnlich frische Eier auf dem Markt an und hatten „im Grunde nur selten etwas zu erklären“, wie sie auf Anfrage sagten.

Frank Obermeit verkauft in seinem Spezialitätenwagen Eier „nur als Zusatzgeschäft. Das nehme ich halt so mit.“ Ihm war die vom Ministerium herausgegebene Liste mit den möglicherweise belasteten Eiern, die – wie gemeldet – die Stempelnummern 2-DE-0513912 oder 3-DE-0514411 tragen, geläufig.

Alternative Bio-Eier

„Hätte ich das früher gewusst, hätte ich nur Bio-Eier gekauft und angeboten“, sagt Obermeit.

Marktkollege Ralf Moritz ging gestern einen ganz eigenen Weg. Er legte neben seinen weißen (völlig unbelastet) und den ins Gerede gekommenen braunen Eiern und den entsprechenden Verkaufsschachteln einen Bezugsnachweis seines Landwirtes gut sichtbar auf den Stand. „Da steht drauf, wo wir unsere Eier her kriegen. Ich wiederhole noch mal: Bei uns im Märkischen Kreis gibt es keine Höfe, die mit belasteten Futtermitteln gearbeitet haben.“

Reaktionen gespalten

Die Reaktion der Altenaer auf den Eier-Skandal fiel gestern unterschiedlich aus. Von: „Dann kann man bald ja gar nichts mehr essen“ bis zum „Ich verzichte erst mal“ über ein „Gemüse wächst oft auch an Autobahnen, ob das so gesund ist?“, reichte dabei die Palette.

Aktuelle Informationen des NRW-Umweltministeriums gibt es weiterhin im Internet:

http://www.umwelt.nrd.d

von Johannes Bonnekoh

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