Dr. Dietmar Kehlbreier zum Diakoniepfarrer gewählt

Dr. Dietmar Kehlbreier.

Altena - Das war reine Formsache: Am Montagabend wurde Dr. Dietmar Kehlbreier zum neuen Diakoniepfarrer des Kirchenkreises Recklinghausen gewählt. Da er am Ende der einzige Bewerber und zudem erklärter Wunschkandidat des Synodalvorstandes war, hatte der Pfarrer seinen bevorstehenden Abschied aus Altena schon vor knapp zwei Wochen verkündet.

Das Prozedere unterschied sich nicht von dem einer normalen Pfarrerwahl – mit dem Unterschied, dass hier nicht eine Gemeinde beziehungsweise deren Presbyterium entschied, sondern der Synodalvorstand des Kirchenkreises. Kehlbreier musste eine Probepredigt halten, anschließend sprach sich das Leitungsgremium einstimmig für ihn aus. Der Wechsel nach Recklinghausen erfolgt zur Jahresmitte. Von der Evangelischen Gemeinde Altena will Kehlbreier sich an Pfingsten verabschieden.

Seine Ehefrau Merle Vokkert bleibt Pfarrerin in Altena. Kehlbreier ließ es am Dienstag offen, ob er täglich nach Recklinghausen pendelt oder ob er sich dort ein Zimmer nehmen wird: Das werde er erst entscheiden können, wenn er sich in seine neue Aufgabe eingearbeitet habe, sagte er.

Als Diakoniepfarrer hat der 42-Jährige zum einen die Aufgabe, den diakonischen Ansatz der Kirche in die Gemeinden zu tragen. Diakonie – also der Einsatz für Alte, Kranke und Schwache – werde von der Evangelischen Kirche als ganzheitliche Aufgabe verstanden, die auf allen Ebenen im Bewusstsein bleiben müsse, erklärte Kehlbreier gestern.

Ein zweiter, mindestens ebenso wichtiger Aspekt: In seiner neuen Tätigkeit rückt der Pfarrer in den Vorstand des Diakonischen Werks im Kirchenkreis Recklinghausen auf und übernimmt dort de facto Geschäftsführeraufgaben.

Unter anderem wird er für das Personal verantwortlich zeichnen – und damit für 1600 hauptamtliche Mitarbeiter. Sie sorgen dafür, dass in den Diensten des Diakonischen Werkes im Kirchenkreis Recklinghausen Tag für Tag mehr als 4500 hilfsbedürftige Menschen begleitet werden. Das Unternehmen betreibt unter anderem Altenheime, Wohngruppen, Behindertenwerkstätten und Pflegedienste.

Offen ist noch, wie Kehlbreiers Nachfolge in Altena geregelt wird. Hier teilt er sich bisher mit seiner Frau die 1,5 Pfarrerstellen, die der Gemeinde aufgrund ihrer Größe rechnerisch zustehen. Er gehe davon aus, dass es auch nach seinem Weggang bei diesen 1,5 Stellen bleiben werde, also ein neuer Seelsorger nach Altena kommen werde, sagte Kehlbreier. Für kommende Woche sei dazu ein Gespräch des Presbyteriums mit Superintendentin Martina Espelöer anberaumt. - ben.-_

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