Im Rausch der Farben

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Motiv wie aus dem Bilderbuch mit dem Canal Grande im Hintergrund. Zentraler Blickfang: Die Augen des Modells. ▪

ALTENA ▪ Schon oft hat Willi Prösser die Burgstädter an seinem ganz speziellen Fotoblick teilhaben lassen. Ungezählt sind die Ausstellungen, die der ehemalige Bankdirektor und Fotograf in der Stadt und der Region durchführte. Jetzt widmet ihm das Internet-Frauen-Fotoportal „quucy“ eine Titelgeschichte.

17 Jahre lang hat Willi Prösser Fotogruppen durch Venedig geführt. Nicht irgendwann oder zufällig, meist zur Karnevalszeit. Seine Mitfahrer hat er dann in je einwöchigen Studienreisen in die Kunst der Masken-Fotografie eingewiesen.

„Es macht mir einfach Spaß, Insidertipps zu geben und die Faszination „Karneval in Venedig“ erlebbar zu machen“, sagt Prösser. Immer wieder führte er die Teilnehmer an seine eigene Passion heran, das Fotografieren „alter klassischer und aufwendig gearbeiteter Kostüme und Masken.“

Venedig im Karneval – das ist für Willi Prösser „ein Rausch der Farben“. Der Burgstädter weiß aus seiner langen Erfahrung, wo er beim Fotografieren „Ruhe und Ausdauer am besten einbringen kann“. Denn längst ist die Lagunenstadt gerade zu Karneval ein Treffpunkt von hunderttausenden von Foto-Touristen.

Willi Prössers Locations-Geheimtipps sind der Canal Grande, die barocke Kirche Santa Maria della Salute sowie die Rialtobrücke. „Von dort aus hat man eine gute Sicht auf den Marktplatz – optimal früh morgens“, sagt der Venedig-Kenner.

Für seine Masken- und Fotografien aus Venedig, bei denen immer die Augen des Modells den Mittelpunkt des Bildes ausmachen, erhielt Prösser zahlreiche Preise und Auszeichnungen. Etwa den Russischen Staatspreis für Kunst mit der Gruppe „Die Vier“ bei der Biennale in Krasnojarsk, Ostsibieren.

Prösser, der auch gern privat nach Venedig reist und seit mehr als 50 Jahren professionell fotografiert, bereitet für den Herbst 2013 eine Studienreise nach Island vor. Bis dahin wird das Mitglied im Deutschen Verband für Fotografie (DVF) und der Deutschen Gesellschaft für Photographie (DGPh) noch häufig in der Stadt anzutreffen sein. Denn auch „Fotoprojekte vor der eigenen Haustüre reizen mich nach wie vor sehr.“ ▪ Johannes Bonnekoh

http://www.quucy.com/williproesser/

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