Polizei vermeldet: Kein tödlicher Verkehrsunfall

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Die Polizeihauptkommissare Jürgen Hoffmann, Andreas Schober und Jens Naumann (v.l.n.r.) legten die Statistik vor.

Altena - Die gute Nachricht zuerst: 2014 hat es keinen tödlichen Verkehrsunfall auf Altenas Straßen gegeben – und auch die Zahl der Verletzten ist im Vergleich zum Vorjahr rückläufig. Die Polizeiwache in Altena legte eine Verkehrsunfallstatistik vor, die entgegen des Trends im Märkischen Kreis und im Land NRW insgesamt verbesserte Zahlen verrät.

Altenas Polizeiwachleiter Andreas Schober sagte, im Bereich Altena/Nachrodt-Wiblingwerde habe es in 2014 einen Verkehrsunfall mehr gegeben als in 2013, also 743 an der Zahl. Das bedeutet eine Zunahme von 0,13 Prozent – „Das ist die Magie der kleinen Zahlen, im Prinzip heißt das, dass wir uns auf gleichem Niveau befinden wie im Vorjahr.“ Im Märkischen Kreis hingegen sei eine Zunahme von 1,3 Prozent und für das Land NRW eine Zunahme von 1,6 Prozent an Verkehrsunfällen zu verzeichnen.

Dass man entlang der Lenneschiene gut aufgestellt sei, zahle sich aus, bestätigte Polizeihauptkommissar Jens Naumann von der Direktion Verkehr mit Sitz in Lüdenscheid: „Wir arbeiten mit Präventionsmaßnahmen gegen überhöhte Geschwindigkeit und Unachtsamkeit im Straßenverkehr.“

Schober konkretisierte: „An Unfallschwerpunkten, vor allem auch auf Schulwegen, zeigen wir Präsenz.“ Nicht immer sei das mit Geschwindigkeitskontrollen verbunden. Kollegen seien gut sichtbar vor Ort – „da nehmen die Autofahrer von alleine den Fuß vom Gas“, sagte Schober. Und weiter: „Wir wollen keine Totalüberwachung, aber zeigen dass wir da sind.“ Immerhin: Keinen Schulwegunfall musste die Polizei in Altena in 2014 aufnehmen.

18 Personen – zwei mehr als im Vorjahr – wurden schwerverletzt. 37 Personen leicht. In 2013 sind im Vergleich noch 65 Personen leicht verletzt worden. Das bedeutet einen Rückgang von gut 43 Prozent, wie die Statistik belegt.

Die Unfallursachen sind nach wie vor vielfältig. Beispiele: In Altena/Nachrodt waren fünf mal Alkohol die Ursache, jeweils elf mal überhöhte Geschwindigkeit, zu wenig Abstand und Vorfahrtfehler. Drei Unfälle wurden beim Überholen verursacht und 25 durch Fehler beim Abbiegen und Wenden. Drogenkonsum als Ursache konnte bei keinem Unfall nachgewiesen werden. „Wir können solche Einflüsse – und Medikamente gehören auch dazu – aber auch nicht immer nachweisen“, beschrieb Schober eine eventuelle Dunkelziffer.

Polizeihauptkommissar Naumann sprach eine weitere Gefahrenquelle an: „Ein großes Problem ist, dass immer mehr Verkehrsteilnehmer sich von ihren Handys ablenken lassen.“ Auch Fußgänger seien da nicht ausgenommen. Naumann: „Das Risiko wird klar unterschätzt.“

Von Kristina Köller

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