Hubert Hanisch und Gerlinde Purgina keltern eigenen Traubensaft

Altenaer Schlosstraube ist ein süffiges Getränk

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Die Keramikkatze von Hubert Hanisch und Gerlinde Purgina ist ein Hingucker. Sie krabbelt, so empfinden es zumindest Passanten an der Fritz-Thomee-Straße, gekonnt durch das Grün des üppig gedeihenden Weines.

Altena - Prall hängen die Trauben in der Sonne. Kerngesund sehen sie aus. „Und sie schmecken, das kann ich garantieren!“ Wenn Hubert Hanisch das sagt, ist ein wenig Stolz in der Stimme unüberhörbar. Jetzt hat der Hobby-Winzer geerntet.

Direkt an seinem Haus an der Fritz-Thomee-Straße 32 ranken sich Weinreben. „Die tragen in diesem Jahr besonders gut. Ich glaube, es liegt an der extremen Sonne“, sagt der Rentner und schneidet behutsam mit einer Rebenschere die prachtvollen Dolden ab.

Als Winzer betätigt sich in diesen Tagen Hubert Hanisch von der Fritz-Thomee-Straße beim Weinernten

 „Wir keltern in diesem Jahr keinen Wein. Das ist einfach sehr aufwendig. Aber wir kochen Marmelade“, sagt er und seine Partnerin Gerlinde Purgina lacht. „Ehrlich, die schmeckt wundervoll“, sagt sie und „ist noch dazu aus eigener Ernte.“ Doch neben Marmelade gibt die Traubenernte 2018 in diesem Jahr auch so viel her, „dass wir Saft keltern können. Da haben wir uns bereits in den vergangenen Jahren dran getraut und das Getränk mundet vorzüglich“, sagt das Paar. Die Kinder hätten kein Interesse, die vielen Kilogramm Weintrauben selbst „irgendwie zu bearbeiten. Wir glauben schon, das macht auch denen wohl zu viel Mühe. Und dann ist man in unseren Breiten ja auch nicht so ganz geübt im Weinzubereiten“, sagt das Paar.

Gerlinde Purgina hat Kartoffeln mit Nelken gespickt und in die Trauben gehängt. „Das mögen die Wespen gar nicht!“

Egal: Jetzt wurde geerntet und über die vielen, gesunden und prächtigen Trauben freut sich das Paar. Schädlinge mussten sie in diesem Jahr nicht bekämpfen oder ein Auge drauf haben. „Aber die Wespen, die waren immer da.“ Und da sah Gerlinde Purgina einen kleinen Film im Fernsehn. Da gab man Hobby-Winzern den Tipp, doch Kartoffeln mit Nelken zu spicken und in die Trauben zu hängen. Das würde die Wespen vergraulen. „Wir haben es versucht.“ „Und“, so fügt Gerline Purgina halb lachend und halb mit dem Auge zwinkernd an, „sehen Sie selbst, da summt es nirgendwo. Es hat schon ganz gut funktioniert.“ Der Rebensaft Marke „Schlosstraube“ kommt übrigens nur zu besonderen Tagen bei den beiden auf den Tisch. „Das ist doch kein Allerweltsgetränk.“

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