Den Werwolf nach Altena gebracht

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Dieser Werwolf sorgte an der Burg Altena für Aufsehen, denn obwohl Sascha Goldbach nur einige Promotionfotos schießen wollte, haben sich einige Besucher auf den ersten Blick erschrocken. ▪

ALTENA ▪ Vor drei Wochen konnten die Einwohner der Burgstadt einen widerspenstigen, bösartigen Werwolf in und außerhalb der Burg Altena sehen. Er trieb hier sein fürchterliches Unwesen und sorgte für eine Menge aufsehen. Doch glücklicherweise handelte es sich um ein Irrtum.

Es wurden Promotionfotos für einen Film gemacht, bei dem die Kulisse der Burg für den Fotografen Sascha Goldbach einfach passend war. „Die Menschen waren anfangs sehr erschrocken, vor allem Kinder, aber danach herrschte eher Neugier“, so der Fotograf.

Sascha Goldbach, gebürtiger Altenaer, fotografiert für sein Leben gern. Doch trotzdem möchte der 33-jährige die Tätigkeit nicht hauptberuflich ausüben. „Ich möchte nicht von Job zu Job leben, die Konkurrenz der Fotografen ist nun mal sehr hoch“, so der junge Hobbyfotograf. Deshalb verdient er sein Geld hauptsächlich bei Thyssen Krupp als Ultraschallprüfer.

Doch seine Leidenschaft verkörpert sich nicht nur in der Fotografie von einfachen Bildern. „Ich möchte bei den Shootings und der späteren Bildbearbeitung etwas ungewöhnliches rauskitzeln.“ Besonders gefällt ihm dabei das Genre Gothic und Horror. Deswegen seien vor allem Menschen zu einem Fotoshooting erwünscht, die mal aus ihrem Alltag, beispielsweise dem einer Krankenschwester, ausbrechen wollen.

Mit dem Regisseur Olaf Ittenbach konnte der junge Künstler auch schon zusammen arbeiten. „Die Ehefrau des Regisseurs ist eine gute Bekannte von mir und verschaffte mir die Möglichkeit, mein Können vor dem Regisseur unter Beweis zu stellen“, erinnert er sich. Ittenbach sei schon lange einer der Top-Regisseure für ihn gewesen. Als er dann im Mai bei dem Nachdreh des Films „God for Saken“ mitwirken konnte, erfüllte er sich einen Traum. „Ich habe den Dreh mit der Kamera begleitet und durfte sogar als Zombie-Komparse einspringen“, beschreibt der Hobbyfotograf. Die bearbeiteten Fotos von den Schauspielern und dem Set präsentierte er Ittenbach und der beschloss nach kurzer Absprache mit dem Produzenten, die Fotos als Promotion für den Films einzusetzen. „So konnte ich von der Fotografie zusätzlich in die Filmwelt einsteigen“, erzählt Goldbach schmunzelnd.

Zusätzlich unterstützt der Altenaer Newcomerbands. „Mit der Punkband Hellgreaser aus Köln habe ich bereits zusammen gearbeitet.“ Weitere Projekte mit Bands aus dem Märkischen Kreis stehen auch schon an. „Es ist für kleines Geld, aber jeder fängt mal klein an“, weiß der Künstler aus eigener Erfahrung.

Angefangen hat seine Leidenschaft bereits vor einigen Jahren. „Ich habe einfach alle nötigen Dinge gekauft und angefangen“, erklärt er. Er wusste zwar nicht wie alles funktioniert, aber wollte sich alles selbst beibringen. „Ich habe neben der Fotografie vieles ausprobiert, aber die Fotografie hat sich etabliert.“

Sein nächstes Projekt ist auch schon in Planung. Er möchte neben Fotos von Menschen auch Stillleben festhalten. „Altena hat viele schöne Seiten zu bieten, die oft unerkannt bleiben“, so Goldbach. Auch das Apollo Kino hat er schon abgelichtet. Am liebsten würde er die Fotos in Altena ausstellen. Doch bislang fehle im der dazu passende Raum.

Seine Werke können sich Interessierte im Internet unter http://www.itwaitsart.jimdo.com/ oder bei Facebook in der Gruppe „Itwaitsart“ ansehen. ▪ Nicole Plaska

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