Altenaer Ordnungsamt und Wache greifen im Holtzbrinck-Park durch 

Altenaer Polizisten im Holtzbrinck-Park angepöbelt

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Blühende Pflanzen, gepflegtes Grün und stadtnah viele Sitzmöglichkeiten zum Ausruhen nach einem Spaziergang: Der Park direkt an der Burg Holtzbrinck ist eine kleine Oase mitten in der Innenstadt. Polizei und Ordnungsamt sorgen dort für Sicherheit.

Altena - Für Josef Paul, den Leiter des Ordnungsamtes, ist das Maß voll. Nach körperlicher Gewalt, dem vorsätzlichen Werfen von Flaschen auf die Lenneuferstraße und dem Anpöbeln von Spaziergängern griff die Ordnungsbehörde mit der Polizei jetzt durch.

„Wir haben den Holtzbrinck-Park verstärkt auf dem Radar“, kommentierte Paul eine „konzertierte Aktion“ von Polizei und Rathaus. „Am Dienstag haben wir dort mehreren Personen Platzverweise erteilt. Nicht nur für diesen schönen Ort, sondern auch für weitere öffentliche Orte und Plätze im Stadtgebiet“, bestätigte er auf Anfrage. 

Ordnungsamtsleiter Josef Paul.

Immer wieder habe es in der Vergangenheit massive Beschwerden von Bürgern gegeben, die von Trinkgelagen und übler Anmache im Park gesprochen hätten. „Als jetzt Flaschen von der Mauer des Holtzbrinck-Parks auf die Lenneuferstraße und den dortigen Gehweg geflogen sind, war das Maß voll“, so Paul. „Wir haben unmissverständlich klar gemacht, dass exzessiver Alkoholgenuss dort, aber auch an allen anderen Stellen in der Stadt, keineswegs von uns geduldet wird.“ 

Ausdrücklich bedankte sich der Chef der Ordnungsbehörde bei der örtlichen Polizei. Auch die hat so ihre eigenen, geradezu leidvollen Erfahrungen mit eben diesem Park gemacht. Wie Dietmar Boronowski, Pressesprecher der Kreispolizeibehörde sagte, wurden von Mai bis gestern „zehn besondere Fälle aktenkundig.“ Darunter drei Mal Anwendung körperlicher Gewalt, vier Beleidigungen, sexuelle Nötigung in der Öffentlichkeit, zwei Widerstandshandlungen und eine massive Polizisten-Beleidigung. 

„Wir haben zwei Tatverdächtige besonders im Fokus“, bestätigte Boronowski. Sowohl für ihn, das Ordnungsamt als auch seine Kollegen vor Ort heiße es: „Jetzt reicht’s!“, wie es Paul formulierte. „Da halten wir ein Auge drauf. Da können sie ganz sicher sein!“

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