Altenaer Musiker spielen ihre Lieblingsstücke

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Chantal Roux, Gundula Flusche und Andrea Waesch gehörten zu den jungen Musikern, die unter dem Motto „Altenaer Ursprünge“ ihre Lieblingsstücke präsentierten.

ALTENA ▪ Die Plätze in der Burg Holtzbrinck reichten nicht aus am Samstagabend, als Altenaer Musiker gemeinsam oder als Solisten ihre Lieblingsstücke präsentierten.

Rund 140 Besucher erlebten beim 4. kammermusikalischen Konzert unter dem Titel „Altenaer Ursprünge“ ein liebevoll zusammengestelltes Programm aus den Lieblingsstücken der Beteiligten.

Der Abend lebte von einem abwechslungsreichen Mit- und Nebeneinander klassischer und romantischer Klavierwerke sowie zeitgenössischer Musik aus der Abteilung „Gut zu hören“ und Popsongs: So sang Christina Claßen sehr ansprechend Harold Arlens „Over the Rainbow“ und Stefan Nilssons „Lena’s Song“. Eine große Bereicherung des Abends war auch „special guest“ Nico Koslowski, der mit Tim Bendzkos brandaktuellen Titel „Nur noch kurz die Welt retten“ in großer Mission unterwegs war. „Nico kam hierhin und hat alles gemacht, was wir ihm gesagt haben“, scherzte die charmante Moderatorin Andrea Waesch (Violine) von der Musikschule Lennetal. Sie warb mit einer drastischen Drohung und einem Blick auf den Kulturring und die Musikschule um mehr Unterstützung für die Kultur in Altena: „Wenn es diese kulturellen Institutionen nicht gäbe, hätten bestimmt schon viele Menschen überlegt, woanders hin zu gehen.“

Als dritte Stimme trat Gundula Flusche mit Billy Joels „Honesty“ und Andrew Lloyd Webbers „Ich gehör nur mir“ aus dem Musical „Elisabeth“ vor das Publikum. Sie ist neu im Ensemble der „Altenaer Ursprünge“ und hatte auch ihr Saxophon und ihre Gitarre für mehrere Stücke mitgebracht. Neben dem Gesang spielte vor allem die Klaviermusik die Hauptrolle: So spielten die Pianisten Herbert Frank und Siegfried Kämper, verteilt auf Stage-Piano und Konzertflügel, mit angemessenem Schwung Daniel Hellbachs Komposition „Verve“. Das Publikum hatte sich zuvor etwas über Andrea Waeschs nicht ganz begründete Erwartung gewundert, dass es den Klangunterscheid der beiden Instrumente wohl nicht hören würde. Chantal Roux (Querflöte) präsentierte später – begleitet von Herbert Frank am Piano – eine weitere Komposition von Daniel Hellbach: seine sehr hörenswerten Miniaturen „Pictures“.

Siegfried Kämper schließlich erfreute das Publikum mit Franz Schuberts „Impromptu“ op. 142, Nr. 2. Wunderbar war auch das zweite Werk von Franz Schubert, sein Impromptu op. 90. Ganz entspannte und klangschöne Musik für Klavier solo hatte Ulrich Frenschkowski mitgebracht: George Winstons „Thanksgiving“ und Yirumas „The River flows in you“. Ein Erlebnis war das Schlussstück, das er zusammen mit Andrea Waesch (Violine) spielte: Arvo Pärts „Spiegel im Spiegel“ war bei Kerzenlicht und geschlossenen Augen der angekündigte „Balsam für die Seele“, auch wenn es nicht – wie scherzhaft angekündigt – „48 Minuten“ dauerte.

Nach langem Beifall gab es in guter Tradition von allen Musikern John Miles’ „Music“, gesungen von Christina Claßen und Nico Koslowski. Letzterer musste auch für die zweite Zugabe noch einmal ran: Das Publikum hatte sich eine Wiederholung von „Nur noch kurz die Welt retten“ gewünscht. Aus Freude über den gelungenen Abend und das Engagement der Musiker füllten die Besucher die am Ausgang aufgestellte Spendenbox mit vielen Scheinen. ▪ thk

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