1. come-on.de
  2. Lennetal
  3. Altena

Altenaer müssen 2023 mehr zahlen: Gebühren steigen deutlich

Erstellt:

Von: Thomas Bender

Kommentare

Etwa 333 Kilogramm Müll produziert jeder Altenaer im Schnitt pro Jahr. Die einzusammeln und zu behandeln wird immer teurer. Folge: Die Gebühren steigen.
Etwa 333 Kilogramm Müll produziert jeder Altenaer im Schnitt pro Jahr. Die einzusammeln und zu behandeln wird immer teurer. Folge: Die Gebühren steigen. © Peter Dahm

2023 wird ein teures Jahr – auch deshalb, weil der Rat in Altena in seiner letzten Sitzung zwei kommunale Gebühren angehoben hat.

Die Kosten für die Müllabfuhr in Altena werden um fast 14 Prozent steigen. Das liegt hauptsächlich am Zweckverband für Abfallbeseitigung (ZfA), der für das Einsammeln (auch) des Altenaer Mülls zuständig ist. Zahlte Altena im laufenden Jahr noch eine Umlage von knapp 950 000 Euro, so werden es im kommenden Jahr über 1,1 Millionen Euro sein. Gut 987 000 Euro kosteten 2022 die Müllverbrennung und die sonstige Müllbehandlung durch den Kreis, im kommenden Jahr fallen dafür etwas über eine Million Euro an.

Bei ihrer Gebührenkalkulation geht die Stadt davon aus, dass in Altena 2023 4800 Tonnen Abfall beseitgt werden müssen. Das wäre im Vergleich zu jetzt ein Rückgang um 170 Tonnen.

Die Jahresgebühren in der Übersicht

Unter Berücksichtigung all dieser Parameter wurden für die gängigen Behältergrößen folgende Jahresgebühren errechnet (in Klammern die aktuellen Gebühren): 60 Liter 132,04 Euro (120,50 Euro); 80 Liter 173,94 Euro (158,70 Euro); 120 Liter 257,74 Euro (235 Euro); 240 Liter 509,13 (464,10 Euro).

Die Abfallgebühren werden mit den vierteljährlich zu zahlenden Grundbesitzabgaben erhoben und werden damit bei Mietwohnungen zunächst dem Vermieter in Rechnung gestellt, der sie dann auf die Mieter umlegt.

Winterdienstgebühren wieder auf dem Niveau von 2020

Gleiches gilt für die Winterdienstgebühren, die nach einer Halbierung in 2021 und einer moderaten Erhöhung im laufenden Jahr jetzt wieder auf das Niveau von 2020 steigen.

Der Hintergrund: In die Berechnung der Gebühren fließen die Ausgaben der Vorjahre ein – und weil Winter nicht gleich Winter ist, schwanken die erheblich. In diesem Jahr waren bei der Kalkulation die Ausgaben für 2021 zu berücksichtigen, die mit rund 735 500 Euro etwa doppelt so hoch waren wie im langjährigen Mittel.

Sattes Plus von fast 40 Prozent

Die meisten Altenaer Grundstücke gehören in die Reinigungsklasse W2. Dort reinigt die Stadt die Straße, die Anlieger müssen sich um den Gehweg kümmern. Die Gebühr steigt pro laufendem Meter Straße von 1,26 auf 1,76 Euro, also um fast 40 Prozent. Die finanziellen Folgen sind allerdings überschaubar: Bei einer Grundstückslänge von 25 Metern zahlt der Eigentümer statt 31,50 Euro nun 44 Euro.

Beide Gebührenerhöhungen wurden vom Rat ohne Diskussion einstimmig beschlossen.

Auch interessant

Kommentare