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Altenaer Kult-Flohmarkt bleibt Publikumsmagnet

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Von: Hildegard Goor-Schotten

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So voll ist es selten in der Altenaer Innenstadt: Am Montagmorgen schlenderten etliche Besucher an den vielen Ständen vorbei.
So voll ist es selten in der Altenaer Innenstadt: Am Montagmorgen schlenderten etliche Besucher an den vielen Ständen vorbei. © HILDE GOOR-SCHOTTEN

Soviel steht fest: Der traditionelle Flohmarkt in der Altenaer Innenstadt am 3. Oktober bleibt auch nach der Corona-Pause ein absoluter Publikumsmagnet.

Altena – In der linken Hand eine Hantel, in der rechten eine Bettdecke, über der Schulter eine gut gefüllte Tasche – für diesen Besucher war der Gang durch die Altenaer Fußgängerzone am frühen Morgen anscheinend ein voller Erfolg. Und er war nicht der einzige. Zwei Jahre musste der traditionelle Flohmarkt am 3. Oktober wegen Corona pausieren – an Attraktivität hat er dadurch nicht eingebüßt.

Zum Teil dicht gedrängt schoben sich am Vormittag Schnäppchenjäger wie Schaulustige an den Ständen entlang, um sich einen Überblick über das in Altena an den anderen 364 Tagen des Jahres in dieser Fülle kaum sichtbare Angebot zu verschaffen. Vom Highheel-Schuh bis zur Motorradkluft, vom Matchbox-Auto bis zur Barbie-Villa, vom Bierhumpen bis zum kompletten Kaffeeservice, von der Hunderutsche bis zum Mini-Fernsehen, Kunst und Krimskrams, Nützliches und Seltenes – das Angebot ließ keine Wünsche offen.

Julien, Maximilian und ihre Cousine Nele hatten Platz im Kinderzimmer geschaffen und boten an, was sie nicht mehr gebrauchen können.
Julien, Maximilian und ihre Cousine Nele hatten Platz im Kinderzimmer geschaffen und boten an, was sie nicht mehr gebrauchen können. © HILDE GOOR-SCHOTTEN

Schon am Sonntagabend hatten die ersten Hobbytrödler ihre Stände aufgebaut. Pünktlich mit dabei: Bettina und Wolfgang Hoppe. Die beiden wechselten das erste Mal von der Besucher- auf die Verkäuferseite und das konsequent. „Ich habe hier übernachtet“, erzählte Hoppe unterm Pavillon, „mit dem kleinen Öfchen ging das gut.“ Das Ehepaar hatte einen Haushalt aufzulösen und war für jedes Teil dankbar, das einen neuen Besitzer fand. „Um 3 Uhr waren schon die ersten Leute da und haben was gekauft“, berichtete Hoppe aus der Nacht, in der bis in den frühen Morgen auch die Kneipenbummler unterwegs gewesen seien.

Nachtaktiv war auch Sandra Binner, die gemeinsam mit ihrer Nichte ebenfalls das erste Mal einen Trödelstand aufgebaut hatte. Ein Öfchen brauchte sie allerdings nicht: Sie konnte zwischendurch immer wieder mal nach oben in ihre Wohnung verschwinden.

Zu den „Nachteulen“ gesellten sich in den ganz frühen Morgenstunden immer mehr Standbetreiber. Das Team der Tierhilfe baute um 4.30 Uhr auf. Gegen 10 Uhr war der erste Kuchen schon alle, Linda Papenfuß wartete auf Nachschub. Für die Altenaer Tierschützer ist der Flohmarkt immer wieder eine gute Sache, kommt so doch Geld in die Kasse und man kann auf sich aufmerksam machen. Die Freude, dass er jetzt wieder stattfand, war entsprechend groß.

Um 7 Uhr hatten Catalina Rix Mendoza und ihr Vater Alexander Rix aufgebaut. Alle zwei Jahre sind sie dabei.
Um 7 Uhr hatten Catalina Rix Mendoza und ihr Vater Alexander Rix aufgebaut. Alle zwei Jahre sind sie dabei. © HILDE GOOR-SCHOTTEN

Gefreut hat sich darüber auch Jennifer Witte, die schon oft dabei war: „Es macht jedes Mal Spaß.“ Um 5.30 Uhr habe sie aufgebaut, fünf Stunden später war die Hälfte weg, wie sie sagte. Am Stand konnte man trotzdem noch fündig werden. „Wir haben uns 12 Meter gesichert“, lachte sie. Kinder, Eltern, Schwägerin – alle waren dabei: „Da kommt schon was zusammen.“ Sie findet es gut, dass die gut erhaltenen, aber nicht mehr gebrauchten oder passenden Dinge weiterverwendet werden und sie damit auch anderen noch eine Freude machen könne.

Platz im Kinderzimmer haben sich auch Julien, Maximilian und ihre Cousine Nele verschafft. Gemeinsam mit Papa Sebastian haben sie aus der Wohnung oben nach unten vor die Haustür getragen, womit sie nicht mehr spielen. Und hofften am Morgen auf gute Umsätze.

Mit denen waren viele Hobbytrödler zufrieden, und auch die Mitglieder des Stadtmarketingvereins schauten sich das Treiben recht entspannt an. „Wir wussten ja nicht, was und wer nach der Pause kommt“, blickte Björn Braun zurück. Der Neustart ist gelungen – der Flohmarkt bleibt ein Publikumsmagnet.

Am Sonntagabend hatte der Kneipensprung stattgefunden.

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