Altenaer Kindern schmeckt das Schulessen nicht

Kinder beim Essen in der Schulmensa.

ALTENA - Ich esse meine Suppe nicht, nein, meine Suppe ess‘ ich nicht!“ – So schlimm wie im Struwwelpeter ist es zwar nicht am Burggymnasium (BGA) und der Richard-Schirrmann-Realschule. Aber: Den Schülerinnen und Schülern, die im Rahmen der Übermittagsbetreuung an jeweils drei Tagen Nachmittagsunterricht haben, schmeckt offenbar das angebotene Schulessen nicht besonders. Es wird bei beiden Schulen aus Wuppertal angeliefert.

Das bestätigten auf Anfrage Hans-Ulrich Holtkemper, kommissarischer Leiter des BGA und Heribert Hertel, Rektor der Realschule. Und beide Schulleiter überlegen gemeinsam mit Kollegium und Elternschaft, „neue Wege zu gehen“, vielleicht schon bald nicht mehr den Catering-Service des evangelischen Jugendreferates in Anspruch zu nehmen.

Hertel: „Es gibt Eltern, die kochen für ihre Kinder. Es gibt Schüler, die sich fertige Mahlzeiten am Schulkiosk kaufen. Wir haben eine Umfrage gemacht, möchten das ganze System ändern.“ Der Rektor spricht alles in allem von „einem sehr sensiblen Thema“ und möchte am liebsten eine Art Kantinensystem einführen. Im Idealfall sollten dann Privatpersonen für die Kinder kochen.

Nach anfänglicher Euphorie sei am BGA der Alltag eingekehrt. Immer weniger Nachmittagsschüler würden das angebotene Essen kaufen, auch hier gebe es Überlegungen, neue Wege einzuschlagen, so Holtkemper.

Anders an der Hauptschule Rahmede. Konrektorin Ulrike Busse unterstrich noch einmal, wie wichtig eine warme Mahlzeit gerade für Fünftklässler sei. „Die müssen, bei Nachmittagsunterricht, verpflichtend warm essen. Das ist Praxis bei uns, dann sitzen auch wir Lehrer mit am Tisch.“ Die Hauptschule hat einen leistungsstarken Catering-Partner, dessen Speisenangebote kämen bei den Schülern gut an.

Allerdings räumte auch Busse ein, dass, je älter die Kinder würden, der Geschmack sich offenbar sehr verändere. Das habe aber die Schule im Blick. Ausgewählt werden kann stets aus zwei Speisenangeboten.

NUR NOTE DREI

Laut landesweiter Erhebung durch das Schulministerium wird die Mittagsverpflegung in den Schulen als „befriedigend bis gut“ eingestuft. Allerdings wird eingeräumt, dass „es in allen Bereichen noch Verbesserungsbedarf gibt.“

von Johannes Bonnekoh

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