THW erarbeitet Methodenkiste des Arbeitskreises deutscher Bildungsstätten

Altenaer Funkrallye wird bald bundesweit vermarktet

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Zum Stillen Gustav gesellten sich auch Uwe Kober vom Jugendhilfeausschuss, Bürgermeister Dr. Andreas Hollstein und die CDU-Bundestagsabgeordnete Christel Voßbeck-Kayser dazu.

Altena - Die vom Altenaer THW entwickelten Ideen für Jugendverbandsarbeit könnten 2018 schon bundesweit in einer Methodenkiste für Jugendgruppen auftauchen. Ortsverbandsleiter Frank Herbel und sein Team nehmen an einem Projekt des Arbeitskreises deutscher Bildungsstätten teil. Titel: „anders statt artig - kreative Ideen für interkulturelles Lernen“.

Projektleiterin Tabea Janson kommt genau so ins Schwitzen, wie die 30 Gäste aus den THW-Jugendabteilungen Moers und Dortmund. Hohe Berge, wie sie in der Brachtenbeck und hinauf zum Selve-Denkmal zu erklimmen sind, sind die „Flachländer“ nicht gewohnt, wie die Altenaer THWler flachsen. Entsprechende Anstiegsverspätungen hat das THW Altena für die Mittagspause am Stillen Gustav eingeplant.

Mittagspause

Die Gäste haben den ersten Teil einer Funkrallye bestanden, die Frank Herbel in Zusammenarbeit mit dem Arbeitskreis deutscher Bildungsstätten ausgearbeitet hat. Durch das vom Verband angeworbene THW NRW ist er in die Workshops geraten. Die Funkrallye ist Schnitzeljagd 2.0 im technisierten Zeitalter. Von Lenneufer zu Lenneufer geben sich die jungen Leute Koordinaten durch, die sie von einer Scheibe mit Pfeilen ab

Der coole actionreiche Sonntag bereitete den jungen Leuten viel Freude in Altena. Die Funkrallye ist ein enorm teambildendes Projekt, denn ohne Zusammenarbeit der Gruppen ist kein Vorankommen möglich

lesen. Ohne Teamwork ist es unmöglich, mit Hilfe von Planzeiger, Kompass und dem Stadtplan von Altena die nächste Station zu finden. Dort sind Aufgaben zu lösen wie der Bau einer Behelfsbrücke oder das Lösen eines „gordischen Knotens“: „Da werfen sich alle Jugendlichen auf einen Haufen, greifen sich an den Händen und müssen sich anschließend entwirren, ohne sich loszulassen“, erklärt Herbel. Auch Fragen zur Stadt Altena und zum Technischen Hilfswerk hat er in die Rallye eingebaut. Nach dem kniffligen ersten Teil freuen sich alle über die Stärkung am Stillen Gustav. Dort warten schon Uwe Kober vom Jugendhilfeausschuss, Bürgermeister Dr. Andreas Hollstein und die Bundestagsabgeordnete Christel Voßbeck-Kayser auf die Gruppen aus Moers und Dortmund. Tabea Janson, für den Testlauf extra aus Berlin angereist, freut sich über das Interesse aus Politik und Verwaltung. „Anders statt artig - kreative Ideen für interkulturelles Lernen“ wird bundesweit viele Multiplikatoren brauchen. Insgesamt acht bis zehn Themenspiele, mit THW-Ortsgruppen aus dem ganzen Bundesgebiet, wird die Methodenkiste enthalten. Bis November laufen noch Workshops und Testläufe.

Projektphase

Dann werden alle Mitwirkenden zum Abschluss der Projektphase nach Berlin eingeladen, wo alle Spiele für die Methodenkiste noch einmal in Gänze erprobt werden. Die wird ab 2018 dann durch den Arbeitskreis deutscher Bildungsstätten vermarktet. Erreicht werden sollen mit ihr nicht nur Jugendgruppen technisch versierter Vereine: „Auch Nicht-THWler werden Spaß haben, Integration und Lerneffekte erfahren“, verspricht Tabea Janson. Sie selbst ist in puncto Orientierung seit Sonntag bestens geschult, denn auch sie hat bei der Funkrallye den Umgang mit Koordinaten gelernt. Die können im Notfall sogar Leben retten, denn Ersthelfer finden mit ihrer Hilfe auch Unglücksorte jenseits jeder Straßenbeschilderung.

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