"Wire" und "Tube"

20 Altenaer Firmen auf Messen in Düsseldorf

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Eine echte Innovation: Die Lüling-Geschäftsführer Fabian Schmidt, Christian von der Crone und Peter Wilm Schmidt (v.l) präsentieren den von der Firma entwickelten C-Coil, von dem der Draht portionsweise entnommen werden kann. Das ist für viele Anwender eine große logistische Erleichterung.

Altena - 20 Altenaer Firmen sind bei den Messen "Wire" und "Tube" in Düsseldorf vertreten. Es geht um Kontaktpflege - und mehr.

Wer bei der Wire auf schöne Werbegeschenke spitzt, ist falsch: In der Branche geht Liebe durch den Magen, weshalb es auf dem Stand des Drahtwerks Diedr. Hesse Mettwürstchen gab, bei Frohn Bier vom Fass und auf dem Stand der Firma Lüling ein professionelles Catering.

Kontakte pflegen, Gespräche führen – das treibt die 20 Altenaer Firmen um, die in dieser Woche auf der Wire und auf der Tube ausstellen – und das geht bei einer Tasse Kaffee oder einem Bier halt besser.

Wie in der Vergangenheit ist die Burgstadt bestens vertreten. Insgesamt präsentieren sich auf den beiden Messen 2600 Unternehmen aus knapp 60 Ländern.

118.000 Quadratmeter Ausstellungsfläche

118.000 Quadratmeter Ausstellungsfläche wurden gebucht – mehr als je zuvor. Der Flächenzuwachs bei der Wire liegt bei zehn Prozent. Der Branche geht es gut bis sehr gut. Das ist der Eindruck, der sich beim Gang durch die Hallen aufdrängt.

„Da gibt’s nichts zu meckern“, sagt Lüling-Geschäftsführer Peter Wilm Schmidt, Klaus Hesse vom gleichnamigen Drahtwerk in der Rahmede fragt sich, wie lang das so weitergehen mag: Üblicherweise dauern Konjunkturzyklen nach seiner Beobachtung sieben Jahre, das derzeitige Hoch währt schon neun Jahre.

Zumindest der mittelfristige Ausblick ist für Fritz-Uwe Finkernagel noch rosig: „Für die kommenden zwölf Monate rechne ich mit stabilen Geschäften“, sagt er.

Brexit? Trumps Strafzölle?

Und der Brexit? Oder Trumps Strafzölle? Die Mehrheit der Altenaer Unternehmen beliefert Kunden in Deutschland und im europäischen Ausland, Großbritannien ist für die meisten kein wichtiger Markt. Die Maschinen von Krollmann würden in alle Welt verkauft, mit dem Thema Zölle sei das Unternehmen deshalb vertraut, erklärte Tanja Hasse.

Auch die Entwicklung in den USA beobachten die meisten Altenaer Unternehmen mehr oder weniger entspannt. Eine Ausnahme bildet Markus Giese von der Künne-Gruppe: „Das ist ein wichtiger Markt für uns, die Entwicklung macht uns Sorgen“, sagt er.

Ziel sei es, gemeinsam mit dem Kunden Lösungen zu entwickeln, sagt vom Hofe-Geschäftsführer Torsten Schneider. „Thinking“ werde deshalb im Unternehmen großgeschrieben.

Gelassener kann Peter Beckmerhagen über den Atlantik blicken: Die Firma Frohn hat Zweigwerke in China, Brasilien und den USA und ist damit vor Strafzöllen einigermaßen gefeit. Die Prinz-Mayweg-Gruppe denkt ebenfalls über eine Dependance in den Staaten nach.

Ilhani Atalay von AT Wire nimmt gerade einen anderen Auslandsmarkt ins Visier: Nachdem die Geschäfte mit der Türkei in der Vergangenheit etwas eingeschränkt gewesen seien, hoffe er jetzt auf eine Belebung, sagte er. Mit seinen Auslandsaktivitäten bildet Frohn die Ausnahme unter Altenas Firmen – niemand sonst hat Produktionsstätten im Ausland.
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Zweigwerke in Deutschland haben unter anderem Lüling, die Künne-Gruppe und die Vom Hofe-Gruppe. Wie berichtet, feierte dieses Unternehmen bei der Wire mit rund 100 Kunden das 150-jährige Firmenjubiläum. Es sei ein absolut gelungener Abend gewesen, freute sich Vom-Hofe-Geschäftsführer Torsten Schneider.

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