Ferienspaß: Vier Tage in der Evingser Wildnis

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Das Gold der Apachen wurde gestohlen. Als erster Verdächtiger ist der Trapper „Fehlschuss“ ausgemacht. Er wird von den Indianern an den Marterpfahl gefesselt.

Altena - Schon von Weitem ist das Werkeln zu hören. Ein ganzer Indianerstamm von 52 jungen Apachen und ihren Gruppenchefs schlägt derzeit ihr Zeltlager auf dem alten Sportplatz in Evingsen auf. Da wird gesägt, gehämmert und gegraben – bis zum drohenden Regenguss müssen die Vorzelte stehen.

Von Sebastian Berndt

Doch dann unterbricht ein lauter Ruf die fleißigen Apachen. „Unser Goldschatz wurde geraubt“, brüllt der Häuptling Brabbelnder Bruder und trommelt schnell seinen Stamm zusammen. Doch wer könnte dafür verantwortlich sein, grübeln die jungen Indianer. Die ersten Spuren deuten auf einen alten Bekannten hin: den Trapper Fehlschuss, der ganz in der Nähe des Lagers seine Hütte aufgebaut hat. Der wird kurzerhand festgenommen, an den Marterpfahl gefesselt und ausgiebig befragt. Doch der beteuert seine Unschuld. Und obwohl eine komplette Gruppe Indianer seine Hütte auf den Kopf stellt, taucht der Schatz nicht wieder auf. Die Apachen schmieden einen neuen Plan.

„Es ist einfach schön zu sehen, wie sehr die Kinder mitfiebern“, sagt Indianerhäuptling Brabbelnder Bruder, im echten Leben als Andreas Schmale bekannt. Er und ein Team von 30 Freiwilligen organisieren das diesjährige Jungschar-Camp in Evingsen, eine Kinderferienaktion der Stadt Altena und der Evangelisch freikirchlichen Gemeinde Evingsen.

52 Kinder im Alter zwischen acht und 13 Jahren leben für vier Tage wie die Apachen im Wald über Evingsen. Dabei stehen Geländespiele, Stammeswettkämpfe, Lagerfeuer und Bogenschießen auf dem Programm.

Zunächst müssen aber die Vorzelte wetterdicht sein, erst dann können die Indianer weiter nach dem Gold suchen. Doch nachdem der Trapper als Verdächtiger ausgeschlossen wurde, soll nun die Götter entscheiden, wer den Schatz gestohlen hat.

Alle Indianer müssen sich in einem großen Wettkampf messen. Die Zeltgemeinschaft, die verliert, muss das Gold zurückholen. Doch Andreas Schmale verrät, dass sich natürlich der gesamte Stamm auf die Suche nach dem Gold machen wird – ein nächtlicher Überfall auf ein Banditenlager inklusive.

Der letzte Tag des Ferienspaßes, Sonntag, 17. August, wird mit einem großen Abschlussfest gefeiert. Danach geht es für die jungen Apachen nach vier Tagen in der Evingser Wildnis wieder in die Heimat. Ab Mittwoch ruft dann nicht mehr die Kriegstrommel, sondern die Schulglocke.

Häuptling Andreas Schmale bedankt sich bei allen Beteiligten, die das Camp unterstützen. Die Zelte für das Indianerlager hatte die katholische Jugend Altena zur Verfügung gestellt.

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