Umfangreicher Arbeitseinsatz auf der Insel ist beendet

Altenaer Ferienheim auf Juist ist saniert

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Der komplette Sanierungstrupp. Mit dabei natürlich auch wieder Uwe Storms Mama, die die gesamte Mannschaft wieder vorzüglich bekocht hat

Altena - Alle sind heil wieder zurückgekommen vom Frühjahrsarbeitseinsatz auf der Insel Juist, obwohl Eis im Hafen manche Rückreise um einen Tag verzögerte. Fördervereinsvorsitzender Uwe Storm ist überglücklich: „Diesmal haben wir so viele Dinge gut erledigt bekommen, dass wir über Jahrzehnte keine Last mehr damit haben werden.“

Deutlich hervorzuheben sind dabei die 41 maßgefertigten Schränke von Peter Jeromin, die der Tischler zum Sonderpreis für die Erhalter des Altenaer Ferienheims hergestellt hat. Hinzukam die großzügige Spende des Sanitärbetriebs Fischer (Rosmart), der das Haus mit komplett neuen Heizkörpern ausstattete.

Der Freizeitraum verfügt nun über Tischtennisplatte und Kicker. Auch ein neu verkleideter TV-Schrank befindet sich darin.

Das Unternehmen schickte auch gleich drei Mitarbeiter mit für die Installation. Hilfe bekamen sie zudem von einem Kollegen des benachbarten Unternehmens Freissler. Auch Maler Guido Busch stellte Arbeitsmaterial und Arbeitskräfte zur Verfügung, damit am Ende alle Spuren der Handwerksbetriebe wieder beseitigt waren. Die Firma DR Bau war ebenfalls mitgekommen und weil alleine neun Paletten mit Material von Altena aus auf die autofreie Nordseeinsel gebracht werden mussten, stellte die Firma Kayser einen Lkw zur Verfügung. Der konnte in Norddeich nur haarscharf abgeladen werden, denn aufgrund des Wintereinbruchs konnten vor Ostern die Schiffe nicht wie geplant fahren.

Jedes Bett und jedes Stück Stellfläche wurden in Beschlag genommen.

„Am Ende war aber alles im Plan“, zeigte sich Uwe Storm schwer erleichtert. Weil durch die Fährengpässe auf der Insel die Anlieferung von Lebensmitteln Vorrang bekommen hatte, ließ die Kutsche das Altenaer Baumaterial (fünf Tonnen schwer!) zunächst stehen. Obwohl der Helfertrupp erst um 17 Uhr im Haus Altena eintraf, machten sich alle noch am selben Abend an das Herausreißen der ausgedienten Schränke. In den folgenden Tagen war kaum ein Fuß an die Erde zu kriegen im Haus: Jeder Winkel wurde zur Lagerung und Installation genutzt. Alle Handwerker hatten ihren Aufenthalt sehr passgenau geplant und in den wenigen Stunden, wo es an einem Gewerk nicht weitergehen konnte, sprangen auch mal Heizungsinstallateure beim Tischler ein und die Elektriker halfen dem Maler und umgekehrt. „Es gab keine Minute Stillstand, gearbeitet wurde von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang. Alle Fensterseiten der zehn Zimmer sind nun mit einer Lattung ausgestattet, die Heizungsrohre wurden umgelegt und neue Anschlussblöcke installiert. Alle Räume im Schlafbereich haben nun eine neue Spannungsversorgung, zum Teil wurden neue Decken eingezogen und überall LED-Beleuchtung installiert. Die Steuerung der Außenbeleuchtung hat nun einen Lichtsensor, der für Selbstabschaltung sorgt. Dem zunehmenden Bedarf an Steckdosen im Smartphonezeitalter wird das Haus nun gerecht.

Von den Spuren der Tischler, Elektriker und Sanitärfachleute ist nichts mehr zu sehen: Alles ist neu verputzt und gestrichen.

Weil viel aufgebrochen werden musste, sind die Wände neu verputzt, gestrichen und verkleidet. Und alles, was abgenommen werden musste, wie Feuerlöscher, Decken, Fuß- und Gardinenleisten, wurde natürlich remontiert. Darüber hinaus wurden die Duschablagen, Wasserkräne, Abflüsse, Türklinken und Rollos neu gemacht. Auch den Freizeitbereich werden Stammkunden des Hauses nicht wiedererkennen: Es ist Platz geschaffen worden für den neuen Kicker, indem der Fernsehschrank in ein Regal integriert wurde. Uwe Storm ist durchweg zufrieden: „Dass die Wertschätzung für das Ferienheim groß ist, habe ich immer gewusst. Aber solch eine Resonanz auf einen Arbeitseinsatz hatte unser Stamm-Handwerkertrupp noch nie!“ Vor der beginnenden Saison muss nun nichts mehr gemacht werden. Das Haus ist bezugsfertig hinterlassen worden, der angefallene Sperrmüll abtransportiert und im Hafen kleingepresst, was auch abenteuerlich war. Storm: „Ich freue mich auf die ersten Reaktionen. Im Herbst entspanne ich dann mal ein paar Tage oben. Aber ohne in jede Ecke zu gucken, ob was zu reparieren ist...“

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